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Grimma Bürgerinitiative warnt vor Verkauf der Colditzer Wohnungsbaugesellschaft
Region Grimma Bürgerinitiative warnt vor Verkauf der Colditzer Wohnungsbaugesellschaft
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14:04 19.05.2015

"Einige Probleme, die durch den Verkauf entstehen können, sind jetzt am Beispiel der ehemaligen AWG-Wohnungen sichtbar", heißt es darin. Bereits zum wiederholten Mal seien vom Vermieter die Trinkwasser-Rechnungen nicht beglichen worden, obwohl die Mieter ihre Mieten und Betriebsnebenkosten zahlen. "Die Mieter müssen permanent mit der Angst leben, dass die Grundversorgung mit Wasser eingestellt wird. Manche fragen sich bereits, wie es im Winter mit der Heizung aussieht." Hier sollte auch an die älteren Menschen gedacht werden, die mit einer solchen Situation überfordert seien.

Zur Verdeutlichung der Lage war dem offenen Brief ein Aushang des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain vom 7. Oktober beigefügt, mit dem Mieter auf eine bevorstehende Unterbrechung der Wasserversorgung hingewiesen wurden. "Hätten Sie als Stadtrat so gestimmt, wenn Sie einer dieser Mieter gewesen wären?", fragte die BIC in ihrem Schreiben. "Die Zukunft der Stadt Colditz liegt nicht im Verkauf der CWG." Ein Investor sei nur kurzfristig an einer Immobilie interessiert und wolle nicht über Jahre in die Wohnungen und das Umfeld investieren. Er sehe die Immobilien als kurzfristige Geldanlage, die bei dem nächsten gewinnbringenden Angebot weiterverkauft werde.

BIC-Stadtrat Thomas Wasner fand es "sehr bedenklich", was derzeit mit den ehemaligen AWG-Wohnungen laufe. "Das schürt Ängste. Ich kenne eine Frau, die gleich Wanne und Eimer gefüllt hatte." Man wolle jetzt verdeutlichen, was passieren könnte, wenn sich Investoren an Wohnungsgesellschaften vergehen.

Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) betonte, dass es sich in besagtem Fall um ein krasses Beispiel für Misswirtschaft handle. "Doch das lässt sich mit der Situation der CWG nicht vergleichen." Ein Verkauf an private Eigentümer könne auch gut funktionieren, wie zum Beispiel in Zschadraß. Laut Schmiedel soll die Situation der CWG jetzt analysiert werden, bevor weitere Schritte unternommen werden. Auf der nächsten Sitzung des Stadtrates werde es dazu Informationen geben.

Die LVZ wollte in dieser Woche mit der CWG über deren Position zur Verkaufsabsicht reden. Den vereinbarten Termin sagte Geschätsführer Uwe Letzas aber kurzfristig ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.10.2014
Endruszeit, Bert

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