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Grimma Carmen Nebel und Inka Bause überraschen Zirkus Saloni mit neuer Zugmaschine
Region Grimma Carmen Nebel und Inka Bause überraschen Zirkus Saloni mit neuer Zugmaschine
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05:00 08.03.2010
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. Kurzerhand entführte die Moderatorin die Zirkusfamilie in die ZDF-Show von Carmen Nebel nach Leipzig, die von der Not der Künstler erfuhr. Die Geschichte des Zirkus Saloni ist im Muldental keine unbekannte.

Wegen fehlender Einnahmen konnten die Raten für den Lkw nicht mehr gezahlt werden.Der Laster wurde abgeholt und das fahrende Volk hing seit November in Grimma fest. Für immer hier zu bleiben, konnten sich die Köllners nicht vorstellen. Also musste Hilfe her. Die zündende Idee hatte Grimmas OB. Eine Benefizveranstaltung, Promis der Stadt als Artisten in der Manege, das würde locken. Berger sollte recht behalten. Denn was da am Broner Ring zu erleben war, hatte Ausnahmecharakter.

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„Ausverkauft. Das hätten wir öfter gebraucht“, sagte Zirkusdirektor Roberto Köllner und konnte seine Aufregung nicht verbergen. Auch Helga Metzker, Chefin des Grimmaer Tanzclubs Blau-Gelb, wuselte hin und her. Sie hielt in der Gruppe der Hobby-Artisten die Zügel in der Hand. „Vor allem das mit den Zeiten muss klappen. Wir müssen pünktlich los nach Leipzig“, sagte sie und war damit bei einem Thema, von dem weder die Zirkusfamilie noch die Gäste im Zelt etwas ahnten. Denn als die Grimmaer in den Vorbereitungen für diesen Abend steckten, meldete sich das ZDF.

Da Carmen Nebel, eine Tochter der Muldestadt, an diesem Abend in Leipzig ihre Gala hatte, wurde nach etwas gesucht, was durch die Moderatorin unterstützt werden könnte. Zirkus Saloni kam ins Gespräch und für die Hobbyartisten begann ein doppeltes Spiel. Und so gab es im Zelt ein Riesen-Hallo, als plötzlich Inka Bause die Manege betrat und die Köllners noch für den gleichen Abend nach Leipzig einlud.

MDR-Moderatorin Anja Köbel übernahm. Sie führte locker durch den Abend, verriet den Gästen, dass es unter den Akteuren Streber gab, die öfter geübt hätten, und einige, die sich ins kalte Wasser wagten. „Ihr OB gehört zu den Strebern“, offenbarte sie, bevor Berger seine Pferdedressur zeigte. Dass der die Vierbeiner nicht hundertprozentig im Griff hatte, nahm ihm keiner übel. Das Zelt tobte. Die Leute stimmten sofort ein, als der Landrat mit zwei Bandmitgliedern der Gruppe Karussell eine Grimma-aktuelle Version des Songs „Er ist Clown in einem Zirkus“ sang. Und als der Kreischef auf dem Drahtseil mit Hilfe des Schirmchens das Gleichgewicht hielt, gab es kein Halten mehr.

„Als Kinder balancierten wir über die Träger der alten Mulde-Bahnbrücke. Mutproben waren das damals“, erzählte Gey hinter der Bühne. Derweil schwang Pfarrer Christian Behr kopfüber an den Ringen hängend durch die Luft. Tosender Applaus für jede Szene, ob Tanz, Tiere, Zauberei oder Clownerie – hier begeisterte Dachdeckermeister und Stadtrat Johannes Heine. Die Grimmaer hatten ein Programm auf die Beine gestellt, das so bunt von der Talentevielfalt unter den Promis der Stadt kündete, dass es für eine einzige Aufführung fast zu schade schien. Was bleibt, ist nicht nur die gelungene Überraschung für die Zirkusfamilie, die in Leipzig einen Lkw überlassen bekam. Sondern auch die Gewissheit, dass man zusammen Berge versetzen kann.

Conny Hanspach

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