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Grimma Colditz erlebt märchenhaften zweiten Advent mit Figuren der Gebrüder Grimm
Region Grimma Colditz erlebt märchenhaften zweiten Advent mit Figuren der Gebrüder Grimm
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10:00 05.12.2016
Märchenhafte Schloss-Weihnacht: Auf dem Colditzer Markt gaben sich an den vergangenen beiden Tagen die Figuren der Gebrüder Grimm ein Stelldichein. Quelle: Roger Dietze
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Colditz

Punkt 16 Uhr und dann noch einmal eine Stunde später trug sich am Sonnabend auf dem Colditzer Markt meteorologisch Ungewöhnliches zu. Trotz eines stabilen Hochs und eines wolkenlosen Himmels fielen aus selbigem weiße Flocken! Allerdings in einem eng begrenzten Bereich vor dem Rathaus der Schlossstadt, weshalb der Verursacher – eigentlich die Verursacherin – schnell ausgemacht war. Frau Holle alias Petra Thieme aus der Zschadraßer Kindertagesstätte „Villa Sonnenstrahl“ hatte, assistiert von der Goldmarie, ihre Betten ausgeschüttelt und damit bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes für jede Menge staunende Blicke gesorgt.

Die Erzieherin und ihre sieben Mitstreiterinnen gehörten zu jenen Akteuren aus der Mulde-Kommune, die die 19. Auflage der Colditzer Schloss-Weihnacht zu einer ganz besonderen machten. Denn erstmals wurde nicht nur die Innenstadt mit in das vorweihnachtliche Treiben einbezogen, sondern dieses noch dazu unter das Thema „Märchen“ gestellt. An beiden Wochenendtagen konnten die Besucher der Schloss-Weihnacht den Figuren der Gebrüder Grimm – wie dem Gestiefelten Kater, Hänsel und Gretel, den Bremer Stadtmusikanten und den sieben Zwergen – über den Weg laufen. Und wer sich dabei die Mühe machte, die einzelnen Märchen dieser Figuren zu zählen, kam auf die Zahl 24.

Jede Menge Arbeit hatte also im Vorfeld auf die Organisatoren gewartetet, die sich im Wesentlichen aus jenem Team rekrutierten, welches im vergangenen Jahr den Umzug im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Stadt in seinen Händen gehalten hatte. Mit von der Märchen-Partie waren unter anderem die Damen des Colditzer Tanzkreises, die das Märchen von der „goldenen Gans auf dem Marktplatz darstellten und darüber hinaus auf dem Schloss einen Aschenputtel-Tanz sowie einige Volkstänze aufführten. „Wir haben uns sofort zur Unterstützung der erweiterten Schloss-Weihnacht entschlossen, weil wir diese Idee sehr begrüßen“, berichtete Tanzkreis-Akteurin Ricarda Riedel.

Auf ein positives Echo stieß die erstmalige Einbeziehung des Marktplatzes naturgemäß auch bei den dort ansässigen Gewerbetreibenden. „Es hat sehr lange bis zu einem vorweihnachtlichen Geschehen auf dem Marktplatz gedauert, jetzt aber bin ich zuversichtlich, dass sich daraus etwas entwickeln kann“, so der Betreiber von Rodies Imbiss, Thomas Ronniger. Tino Bauer, Inhaber des Optiker-Fachgeschäftes „Die Brillenbauer“, ist ebenso von der Idee überzeugt. „Auch wenn wir sicherlich keine großen Umsätze an einem solchen Tag machen werden und maximal ein wenig Laufkundschaft gewinnen, so stellt doch ein den Innenstadtbereich einschließender Weihnachtsmarkt auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt dar.“

Zumal das zweitägige Programm einmal mehr kaum eine Lücke aufwies. Höhepunkte bildeten unter anderem eine Feuershow am Sonnabendabend sowie ein von der Dornreichenbacher Naturbühne aufgeführtes Märchenmusical am gestrigen Nachmittag, an dem ein erstes Resümee der erweiterten Colditzer Schloss-Weihnacht gezogen wurde. „Es wurde viel mehr als auf anderen Weihnachtsmärkten geboten, und insbesondere das Märchenmotto fand ich eine sehr gelungene Geschichte“, so Besucherin Katja Leutloff aus Großsteinberg.

Von Roger Dietze

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