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Grimma Colditz feiert - und ein Sir gibt sich die Ehre
Region Grimma Colditz feiert - und ein Sir gibt sich die Ehre
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14:14 19.05.2015

nald, vertrat die Insel würdevoll. Mit der Verleihung von drei Ehrenamtspreisen sollte der Freitag ausklingen.

Empfang im Rathaus, Mittagessen im Schloss Podelwitz, Besuch der dortigen Ausstellung zum Colditzer Gefangenenlager für alliierte Offiziere im Zweiten Weltkrieg und Besichtigung des neu eingeweihten Kirchenhauses im Schloss, der Botschafter absolvierte ein straffes Programm. "Ich freue mich, die Stadt kennenzulernen, die eine besondere historische Bedeutung für uns hat", sagte McDonald, der seit 38 Jahren im diplomatischen Dienst steht.

Zum Festakt am Abend in der Turnhalle der Sophienschule spannte Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) einen weiten Bogen von den Anfängen der Stadt, die 1046 in einer Schenkungsurkunde Cholidistcha genannt wurde, bis heute. Er verwies auf die Industriegeschichte und die Nutzung des Schlosses als Armenhaus, Heil- und Pflegeanstalt für geistig Behinderte bis hin zum Kriegsgefangenenlager. "Nach 1945 folgte der braunen Diktatur die rote", sagte Schmiedel und fügte an: "Es gehört zur Aufarbeitung dieser 40 Jahre, vergeben und verzeihen zu können. Nur so kann man gemeinsam in Frieden leben." Jetzt komme es auf eine gezielte Zuwanderung an. Schmiedel: "Wir brauchen eine Willkommenskultur."

Nach Redaktionsschluss dieser Zeitung sollten während der Festveranstaltung drei Ehrenamtspreise verliehen werden. Peter Bräuer war als erster Empfänger vorgesehen. Laudator und LVZ-Redakteur Haig Latchinian: "Er weiß alles über seine geliebte Stadt, bei ihm kommen sämtliche Fakten wie aus der Pistole geschossen." Direktor des Städtischen Museums, Stadtdenkmalpfleger, Kantor, Leiter der Liedertafel, Buchautor, es ließe sich noch vieles aufzählen, was Bräuer in seinen 68 Lebensjahren geleistet hat und noch leistet.

Carl-Rudolf Schlobach war für die Würdigung der gesamten Colditzer Feuerwehr einschließlich aller neun Ortswehren gewonnen worden. "Ich freue mich ganz persönlich über die Wahl dieser Preisträger, zumal ich selbst und meine Familie das außergewöhnliche Engagement jener Menschen kennengelernt haben - und das gleich zweimal: beim Hochwasser 2002 und 2013", sollten seine Worte sein. Der Dienst in der Wehr sei viel mehr als ein Hobby, die Frauen und Männer müssten rund um die Uhr bereit sein, bei Alarm schnellstmöglich auszurücken und Hilfe leisten.

Den dritten Preis sollte Christina Vorwerk, Jahrgang 1979, erhalten. Als Laudator war ihr Vereinsvorsitzender Harald Müller vom SV Eintracht Sermuth auserkoren. Die Geehrte geht nach seinen Worten mit Herz und Seele für den Tanzsport, insbesondere den Rock 'n' Roll und Boogie Woogie auf und überträgt ihre Freude daran auf andere. "Mit ihrer Showgruppe hat sie viele Pokale und Platzierungen geholt", so Müller.

Ab heute wird nun eine reichliche Woche lang kräftig gefeiert in der Stadt. Ihren Abschluss und Höhepunkt finden die Veranstaltungen im großen Festumzug am 3. Mai.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2015
Frank Pfeifer

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