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Grimma Colditz stimmt gegen Erschließung neuer Kiesgrube
Region Grimma Colditz stimmt gegen Erschließung neuer Kiesgrube
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13:55 19.05.2015

Ein kurzer Rückblick: Die Diskussion um einen neuen Tagebau in Leisenau begann bereits 2011. Damals stellte die Sandwerke Biesern GmbH einen Antrag, eine neue Kiessandgrube zu fördern. Zunächst stimmte der Stadtrat für das Projekt, nach heftigen Protesten besonders aus der Leisenauer Bürgerschaft kam der Antrag nochmals auf die Tagesordnung und wurde abgelehnt. In Leisenau gründete sich daraufhin die Bürgerinitiative "Kontra Kiessand Leisenau". Das Team von Elke Hunger und Andrea Mehmel blieb an dem Thema dran und kämpfte in den vergangenen Jahren - auch mit Hilfe eines Rechtsanwalts und der Politik - gegen das Projekt.

Nun preschten die Sandwerke Biesern als Träger des Vorhabens mit einem neuen Vorschlag beim Oberbergamt in Freiberg vor. Hintergrund: Bei Fortführen der gegenwärtigen Produktion von maximal 300 Kilotonnen pro Jahr sind die Vorräte im Tagebau Sermuth 1 voraussichtlich 2022 erschöpft, und die Produktion würde auslaufen. Vom Abbau des Kiessandes sind auch drei Verarbeitungsbetriebe vor Ort abhängig. Zur langfristigen Belieferung dieser Firmen sei ein Aufschluss der Lagerstätte im Feld Leisenau unabdingbar, heißt es.

Darum musste der Stadtrat über die Abänderung des aktuellen Rahmenbetriebsplans debattieren und abstimmen. Damit einher sollte eine Verlängerung des Betriebsplanes für Sermuth 1 bis 2041 gehen. Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) zeigte sich nicht begeistert von dem Antrag: "Mit der Verlängerung wollen sie sich nur ein Hintertürchen offenhalten, um eventuell eine neue Lagerstätte zu öffnen."

Die Stadträte zeigten sich einig, der Verlängerung in dieser Form nicht zuzustimmen. Grundlage dafür bildet ein Bürgerentscheid der damaligen Gemeinde Großbothen von 1996. Dieser untersagt jeden weiteren Neuaufschluss von Kiesgruben. Es wurde daher diskutiert, welche Folgen eine gänzliche Ablehnung des Vorhabens haben könnte. Letztlich stimmten die Kommunalpolitiker der Abänderung und der Verlängerung des Rahmenbetriebsplans in der dargelegten Form nicht zu und stützten sich dabei auf den nach wie vor gültigen Bürgerentscheid. Die vielen Leisenauer Bürger - die anwesend waren - bedankten sich im Nachgang dafür. Welchen Einfluss dieser Entschluss allerdings auf die Entscheidung des Oberbergamtes hat, ist fraglich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.2014
Seidler, Robin

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