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Grimma Colditzer Ärztehaus soll im Sommer öffnen
Region Grimma Colditzer Ärztehaus soll im Sommer öffnen
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14:33 19.05.2015

Im Sommer soll dort ein Ärztehaus bezugsfertig sein. Beim Vororttermin mit der Leipziger Volkszeitung informierte Bauherr Jens Röder über den aktuellen Stand der Arbeiten.

Für den Stuckateurmeister aus Colditz ist es wohl der kürzeste Arbeitsweg, den er in seiner beruflichen Laufbahn jemals angetreten hat. Der Komplex liegt in Sichtweite seiner Wohnung. 1997 kaufte Röders Schwiegervater, Gert Hemmrich, die Immobilie von einer Erbengemeinschaft. Bis Mitte vergangenen Jahres passierte lange Zeit nichts in und an den alten Gemäuern, die um 1900 erbaut und in denen Wohnungen vermietet worden waren. Hemmrichs Ziel, daraus ein Gebäude für betreutes Wohnen zu entwickeln, steht nach wie vor.

"Die Idee fand vergangenes Jahr bei Bürgermeister Matthias Schmiedel Anklang. Er und die Denkmalschützer haben sich dann für Fördermittel eingesetzt", rekapituliert er. "Ich schaue nun fast täglich vorbei, um mir die Entwicklung anzusehen, und warte sehnlichst auf den Tag der Fertigstellung."

Mit den Häusern Nicolaistraße 4 und 6, die für das altersgerechte Wohnen angedacht sind und deren Dächer bereits neu eingedeckt und Fassaden erneuert sind, muss er sich noch gedulden. Sie werden erst später in Angriff genommen. Weiter vorangeschritten ist die Sanierung hingegen in der Nicolaistraße 2. Dort entsteht derzeit ein Ärztehaus. Die Muldentalkliniken GmbH sollen das Medizinische Versorgungszentrum betreiben. Geplanter Fertigstellungstermin ist der 31. Mai, so dass im Juni die Ärzte - die bereits allesamt in der Colditzer Region tätig sind - umziehen können. Die Inbetriebnahme soll am 1. Juli erfolgen.

Die Baufirmen arbeiten sich derzeit etappenweise von oben nach unten durch. Im Dachgeschoss sind sie am weitesten vorangekommen. Dort, wo künftig eine Ergotherapie-Praxis ihre Patienten empfängt, wird schon gemalert. "Aufgrund der alten Bausubstanz wurden zur Sicherung der Statik Stahlträger eingebaut", sagt Jens Röder. Ein Fahrstuhlschacht besteht schon. Der Lift wird nur wenige Meter hinter dem Eingang zu finden sein, die Barrierefreiheit ist also gewährleistet.

Im zweiten Obergeschoss wird künftig die Gynäkologie ansässig sein. "Hier wurden die Fußbodenheizung verlegt und der Estrich eingebracht", so Röder. "Nun folgen die Maler und die Fliesenleger." Viel zu tun gibt es noch im ersten Obergeschoss, dem künftigen Sitz der Allgemeinmediziner. Hier werden gerade die Putzarbeiten abgeschlossen. Anschließend wird die Fußbodenheizung montiert.

Im Erdgeschoss lässt sich derzeit noch erkennen, wie die Immobilie vor der Sanierung in allen Etagen aussah. Es dient als Lagerstätte für die Baumaterialien. Dort wird ein Pflegedienst einziehen, der den Eckzugang nutzen soll, der früher schon als Ladeneingang diente. Außerdem wird im Parterre eine Podologie-Praxis unterkommen.

Gert Hemmrich sieht den Standort des Ärztehauses als ideal an. "Es ist zentrumsnah, so dass viele Wege auf einmal erledigt werden können. Außerdem ist die Bushaltestelle nicht weit weg", sagt er. Obwohl die Immobilien auf Familienmitglieder übertragen wurden, möchte der Altbesitzer im Mai - nach Abschluss der Bauarbeiten - alle Firmen und Förderer zu einer Dankeschön-Party einladen. Für den Juni plant er zudem einen Tag der offenen Tür.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014
Seidler, Robin

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