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Grimma Colditzer Altenpflegeheim „Wenceslaus Linck“ feiert seinen 20. Geburtstag
Region Grimma Colditzer Altenpflegeheim „Wenceslaus Linck“ feiert seinen 20. Geburtstag
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16:59 09.06.2016
Im lichtdurchfluteten Atrium feierten Mitarbeiter, Bewohner und Gäste den 20. Geburtstag des Hauses. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Colditz

Vom Schloss zum Schmetterling zogen vor 20 Jahren 120 Senioren und ihre Helfer in Colditz um. Die Diakonie des Muldentals hatte gerade ihr erstes Altenpflegeheim gebaut und weihte es im Juni 1996 ein. Mittwoch feierte die Einrichtung ihren runden Geburtstag mit einem Gottesdienst.

Elf Mitarbeiter aus der alten Zeit tun noch heute ihren Dienst in dem Haus, das nach dem in Colditz geborenen Theologen Wenceslaus Linck benannt wurde.

Eine von ihnen ist Pflegedienstleiterin Angela Kläffling. „Das waren damals schwierige Bedingungen im Schloss. Die Leute kamen kaum raus auf den unebenen Hof“, erinnerte sie an die DDR-Zeit und die ersten Jahre danach. Der Neubau, der in seinem Grundriss einem Schmetterling nachempfunden ist, habe erhebliche Erleichterungen fürs Personal mit sich gebracht. Arbeitsmittel wie Badlifter, Hubbadewanne, Aufstehhilfen und verstellbare Pflegebetten würden vieles besser von der Hand gehen lassen.

Zwei helle lichtdurchflutete Atrien unterscheiden das Gebäude schon beim Betreten von herkömmlichen Heimen. Im Gegensatz zum Schloss gibt es nur noch Ein- und Zweibett-Zimmer. Gegenwärtig, so Leiterin Christina Schindler, werden deren Bäder so umgebaut, dass sie mehr Platz bieten. Die Bewohnerküchen auf allen Etagen bekamen neue Möbel. Die Umfahrung des Hauses wird asphaltiert und mit mehr Sitzgelegenheiten ausgestattet, so dass die Bewohner die Wege einfacher selbst begehen können. „Wir freuen uns immer sehr, wenn wir für sie ein Stück mehr Lebensqualität erreichen können“, sagte Schindler.

Nach ihren Worten wurden bis zum gestrigen Tage 655 Bewohner neu im Heim aufgenommen, das nach den ersten Jahren auf seine eigentliche Kapazität von 90 Plätzen zurückgefahren wurde. 40 Frauen und Männer sind in der Pflege tätig. Dazu kommen acht Angestellte in der sozialen Betreuung, zwei Auszubildende und 16 Beschäftigte für Reinigung, Wäscherei und Küche sowie der Hausmeister. Pfarrerin Angela Lau verwies in ihrer Predigt auf die vielen Ehrenamtlichen aus der Kirchgemeinde, die Besuchsdienste übernehmen, Bastel- und Sinnkreise anbieten.

Stefan Müller, Leiter des Naunhofer Diakonie-Heims, das zur Colditzer Einrichtung gute Kontakte unterhält, lobte die Weiterentwicklung: „Ging es früher um sicher – sauber – satt, haben wir heute eine ganzheitliche, aktivierende Pflege.“ Laut Barbara Knabe von der Sozialen Betreuung wird versucht, den Bewohnern in Colditz einen sinnvoll strukturierten Tag zu geben. „Vormittags gibt’s Singen, Gymnastik, Gedächtnistraining und jeden Mittwoch die Hausandacht. Nachmittags haben wir Themenveranstaltungen, die immer eine Erinnerungsreise sind“, sagte sie am Rande der Feierlichkeiten, in deren Rahmen die Colditzer Liedertafel musikalisch gratulierte. Helmut Jäger, Vorsitzender der Bewohnervertretung: „Eine Umfrage von mir bei aktiven Bewohnern ergab, dass sich alle hier wohl fühlen.“ Und Harald Bieling, Geschäftsführer der Diakonie Leipziger Land, betonte, das Team habe sich unter Schindler und Kläffling „auf einen sehr guten Weg gemacht.“

Von Frank Pfeifer

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