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Colditzer Betrieb baut nach Flut neue Halle

Colditzer Betrieb baut nach Flut neue Halle

Nach der Flut des vergangenen Jahres fiel die Entscheidung bei der Colditzer Türen- und Fensterbau GmbH: Das Unternehmen zieht um. Derzeit werden am künftigen Standort die Fundamente vorbereitet, im Mai soll mit dem Bau der neuen Produktionsstätte im Gewerbegebiet im Colditzer Norden begonnen werden.

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Bauabsprache: Rosmarie Barthel und Werner Hoff auf dem neuen Gelände, dessen Höhenunterschied teilweise ausgeglichen wird.

Quelle: Robin Seidler

Colditz. Geschäftsführerin Rosmarie Barthel beschreibt, wie bedrückend sie das Hochwasser der Zwickauer Mulde empfand: "Nachdem es weg war, beseitigten wir erst einmal drei Wochen lang nur Schlamm, später folgte eine Phase der Resignation. Wofür räumt man alles auf, wenn ohnehin die nächste Flut kommt?"

Was blieb, war ein Schaden von über einer Million Euro, von dem nur die notwendigsten Dinge behoben wurden. Denn die Überlegungen über einen Umzug reiften. "Das Grundstück gegenüber der Tankstelle war allerdings das einzige, das wir noch nehmen konnten", sagt Barthel. Eine angebotene Übersiedlung nach Großbothen lehnte sie ab. "90 Prozent unserer Mitarbeiter stammen aus Colditz, außerdem tragen wir die Stadt in unserem Firmennamen", begründet sie.

Im Herbst vergangenen Jahres stimmte der Colditzer Stadtrat für den Bau der neuen Produktionsstätte, Anfang März folgte die Baugenehmigung. Das Areal wird allerdings kleiner sein als an der Wassergasse. "In der Stadt haben wir 7000 Quadratmeter Fläche, hier oben sind es nur 2700 Quadratmeter", erklärt Barthel. Rund 1,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten.

Zunächst muss der Höhenunterschied des Geländes, der vier Meter beträgt, zum Teil ausgeglichen werden. Darum kümmert sich derzeit die Firma von Werner Hoff aus Ostrau bei Döbeln. "Für die neue Produktionsstätte nutzen wir Stützwände und anschließend Porenbeton. Eine Leichtplattenbauweise ist wegen des Brand- und Schallschutzes nicht vorgesehen", erläutert Barthel. Wie das Gebäude künftig aussehen soll, ist bereits an einem kleinen Schild erkennbar. Parallel zur Bundesstraße verläuft die Halle, nach oben hin wird der Büro- und Sozialtrakt errichtet.

Barthel rechnet mit einer Fertigstellung im Herbst. "Wir haben im vergangenen Winter in der Wassergasse bereits eine neue Heizungsanlage genutzt. Diese werden wir mit nach oben nehmen. Daher muss ein Umzug vor dem Winter erfolgen", sagt sie. Was dann mit dem Standort Wassergasse passiert, sei noch unklar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2014
Seidler, Robin

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