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Grimma Colditzer Großhändler erweitert sein Sortiment für gewerbliche Kunden
Region Grimma Colditzer Großhändler erweitert sein Sortiment für gewerbliche Kunden
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09:00 03.08.2016
Betriebsleiter Alexander Gerigk (44, r.) und Fahrer Michael Krawczyk stellen eine Palette mit allen gewünschten Produkten für einen Kunden zusammen. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Colditz

Unter dem Slogan „Fast alles aus einer Hand“ erweitert momentan die Sachsen Gemüse Obst GmbH (SGO) ihr Sortiment. Das im Flurteil Eule am Rande der Stadt ansässige Unternehmen möchte seine Kunden fortan mit nahezu allem beliefern, was sie in ihren Großküchen benötigen. „Damit wollen wir unseren Standort festigen“, sagt Betriebsleiter Alexander Gerigk.

Seit sieben Jahren besteht der Großhandelsbetrieb am Markt. Angefangen hatte er ganz klein in Geithain, wo er Schälkartoffeln und Schälzwiebeln, die er von der Firma Börde Vita aus Wanzleben bezog, an Gaststätten, Großküchen und Caterer veräußerte. „Damals waren wir fünf Mitarbeiter“, erinnert sich Geschäftsführerin Evelyn Heinrich.

Das erste Standbein ist immer noch das wichtigste, auch wenn später der Vertrieb von Obst und Gemüse dazu kam. Auf Bitten von Schulküchen nahm die SGO erste Molkereiprodukte ins Programm auf: Fruchtquark, Pudding, Joghurt. „Die Immobilie wurde jedoch mit der Zeit zu klein, so dass wir 2013 nach Colditz in den ehemaligen Lidl-Markt umzogen“, blickt Heinrich zurück.

Für die 53-Jährige sollte das jedoch nicht der letzte Schritt der Expansion sein. Ab jetzt wird so gut wie alles ausgeliefert, was die gewerblichen Kunden in ihren Küchen brauchen. Dazu zählen Öle, Fette, die gesamte Palette an Molkereiprodukten, Gewürze, Konserven, Marmeladen, Tees, Kaffee, Trockenprodukte, abgepackte Fleisch- und Wurstwaren, Pizzen sowie Reinigungs- und Hygieneartikel. Lediglich Tiefgekühltes ist ausgenommen, weil die fünf Firmenfahrzeuge – vom Sprinter bis zum Zwölftonner – nur über normale Kühlungen verfügen.

Bezogen werden die Produkte vom Mios-Großhandel, von Früchte-Franz in Berlin sowie von den Fruchthöfen Leipzig und Berlin. „Größtenteils holen wir sie selber ab, in der Nacht ab 0.30 Uhr, damit die Ware frisch ausgeliefert werden kann. Manches wird uns auch angefahren“, erklärt Evelyn Heinrich. Versorgt werden Kunden in einem Umkreis, den die Städte Leipzig, Plauen und Lommatzsch abstecken.

Mit den Neuerungen will SGO seine Position in einem heiß umkämpften Markt erhalten und ausbauen. „Gerade hier in der Region gibt es viele Schälbetriebe“, verdeutlicht die Geschäftsführerin. Und ihr Betriebsleiter meint: „Wir müssen deshalb Vollgas geben.“ Auch auf den Service werde geachtet. „Auf Wunsch bringen wir die Lieferung bis in die Kühlzelle und stellen sie nicht vor dem Gebäude ab“, sagt Alexander Gerigk.

Der 44-Jährige will nun schauen, wie sich das erweiterte Konzept entwickelt. Vor allem mit dem Beginn des neuen Schuljahres wird sich aus seiner Sicht zeigen, ob es auf den Geschmack der Großkunden trifft. Wenn dem so ist, kann er sich vorstellen, dass neue Fahrer und Kommissionierer zum mittlerweile siebenköpfigen Team dazustoßen. Das Betriebsgelände gebe eine Erweiterung her.

Vage bleiben die Neueinstellungen aber noch, denn die Branche ist sehr abhängig von äußeren Einflüssen. „Im Vergleich zum Vorjahr sind zum Beispiel Südfrüchte wie Pfirsiche und Nektarinen enorm teurer geworden“, berichtet Evelyn Heinrich. Das hat nach ihrer Einschätzung mit der Einführung des Mindestlohns zu tun. Der Preis deutscher Produkte reagiere stark auf das Wetter. „Die Fünf-Kilo-Kiste Petersilie haben wir vor drei Wochen noch für 13 Euro netto verkauft“, sagt die Geschäftsführerin. „Jetzt kostet sie 28 Euro, weil es in jüngster Zeit nicht geregnet hat und keine Petersilie wuchs.“

Von Frank Pfeifer

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