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Colditzer Stadtrat bekennt sich zum Wiederaufbau des Sermuther Sportplatzes

Nach zwei Fluten Colditzer Stadtrat bekennt sich zum Wiederaufbau des Sermuther Sportplatzes

Die Anlage von Eintracht Sermuth soll wieder in alter Schönheit erstehen – am angestammten Ort und in gleicher Wertigkeit wie vor der Flut 2013. Für die Instandsetzung von Vereinsheim, zwei Rasenplätzen und einem Mehrzweckplatz stehen der Stadt Colditz als Eigentümerin rund 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Die Sportanlage von Eintracht Sermuth wird wieder hergerichtet.

Quelle: Thomas Kube

Colditz. Die Eintrachtler an der Muldenvereinigung können aufatmen: Die Anlage ihres Sermuther Sportvereins soll wieder in alter Schönheit erstehen – am angestammten Ort und in gleicher Wertigkeit wie vor der Flut 2013. Für die Instandsetzung von Vereinsheim, zwei Rasenplätzen und einem Mehrzweckplatz stehen der Stadt Colditz als Eigentümerin rund 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Mit großer Mehrheit fasste der Colditzer Stadtrat dazu auf seiner jüngsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss.

Eintracht-Präsident Harald Müller erinnerte gleich zu Beginn der mit Spannung erwarteten Aussprache an die immensen Bemühungen des Vereines, sowohl nach dem Hochwasser 2002, als auch nach der Juniflut 2013, zuletzt sogar mit prominenter Hilfe des Deutschen Fußballbundes, an einen sicheren Standort umzuziehen. Beide Male sei das Vorhaben gescheitert. Um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, benötige der 400 Mitglieder starke Verein mit großer Nachwuchsabteilung insbesondere auch das Multifunktionsfeld mit Kunststoffbelag: „Gerade in der grauen Jahreszeit, wenn die Rasenflächen aufgeweicht sind, ist dieser Platz unverzichtbar“, so Müller.

Genau diesen Multifunktionsplatz, der nach der Flut 2002 ein herkömmliches Kleinfeld ersetzte, um auch weitere Sportarten wie Basketball oder Tennis anzusiedeln, hätte Gottfried Schröpfer (Pro Colditz) künftig lieber in Colditz gesehen: „Machen wir uns nichts vor, der Sportplatz in Sermuth befindet sich im Überflutungsgebiet. Jederzeit kann sich eine Katastrophe wie 2002 und 2013 wiederholen. Mit dem Unterschied, dass wir als Stadt beim nächsten Mal komplett auf den Kosten sitzen bleiben. Dann gibt es keinerlei Förderung mehr – die Außenanlagen sind ja noch nicht mal versichert“, warnte er. Bei aller Hochachtung vorm Aufbauwerk der Sermuther schlug Schröpfer vor, zumindest den „Gummiplatz“ hochwassersicher in der Kernstadt zu bauen, wo er Vereinen, Schulen, aber auch Gästen von Europa-Jugendherberge und Landesmusikakademie zugute käme. Im Gegenzug könne den Sermuthern im Winter mit Hallenzeiten ausgeholfen werden. Damit widersprach Schröpfer der Darstellung von Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos), der sich für den Verbleib des Mehrzweckfeldes in Sermuth aussprach, auch, weil es keinerlei freie Hallenzeiten mehr gebe.

Letztlich scheiterte Schröpfer mit seinem Vorstoß genauso wie Urte Müller, Manfred Heinz und Ulrich Scheller von der FDP-Fraktion. Auch Wolfram Beyerl musste sich beugen. Er war Mitunterzeichner einer Petition Colditzer Bürger, die sich gegen einen zwischenzeitlich erwogenen Kunstrasenplatz in Sermuth aussprachen und statt dieser – in ihren Augen – Luxuslösung längst überfällige Investitionen am Colditzer Sportplatz anregten. Die Petition erübrigte sich aber, da die Fördermittelgeber einen Kunstrasen in Sermuth als nicht nachhaltig bezeichneten. Thomas Wasner (Bürgerinitiative Colditz) sprach aus, was viele dachten: „Der Sportplatz Colditz muss separat behandelt werden, sollte mit Sermuth nicht vermengt werden.“

Ganz im Sinne seiner Fraktionskollegen Jan Gumpert und Simon Wismach sowie von Michael Völkl (Pro Colditz) verwies Gottfried Ulbricht (Für unsere Heimat) auch auf die – wie er sagte – menschliche Dimension: „Sowohl nach 2002 als auch nach 2013 haben die Sermuther unzählige Aufbaustunden geleistet. Schon allein dafür gebührt ihnen unsere volle Unterstützung.“ Stadtchef Schmiedel sah in der Debatte keinen Verlierer: „Zum einen richten wir die Sermuther Anlage 1:1 her. Zum anderen wurde der Hilferuf fürs Colditzer Stadion erhört.“

Von Haig Latchinian

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