Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Crossover-Festival findet in der alten Spitzenfabrik statt
Region Grimma Crossover-Festival findet in der alten Spitzenfabrik statt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 13.08.2018
Aus Alt mach Neu: Unter Einsatz der Rampentechnik aus dem einstigen Teletubbyland entsteht in der Alten Spitzenfabrik ein neuer BMX-, Scooter- und Skateboard-Parcours, der beim diesjährigen Crossover-Festival eingeweiht werden soll. Quelle: Roger Dietze
Grimma

Wenn sich in Grimma Bands mit Namen wie „Egotronic”, „Ladies Homejournal” und „Baby Of The Bunch” angemeldet haben, kann es im Normalfall keinen anderen Veranstaltungsort als die Alte Spitzenfabrik geben. Vom 31. August bis zum 1. September wird das in das Projekt „Dorf der Jugend“ eingebettete Areal unweit der Grimmer Muldebrücke zum wiederholten Mal die Bühne für das Crossover-Festival geben.

Lebenswelten Outta Space

Weil dieses traditionell keine Veranstaltung ist, bei der es ausschließlich ums Feiern und Musik-Hören geht, wird es auch in diesem Jahr unter dem Motto „Lebenswelten Outta Space” an den drei Tagen wieder eine Reihe von Veranstaltungen geben. Wobei „Outta Space“ respektive „Out of Space“ laut der Hauptorganisatorin Johanna Bahr dafür steht, dass im Dorf der Jugend im Allgemeinen und beim Crossover-Festival im Besonderen „Raum geschaffen werden soll für all jenes und all jene Dinge, die sonst keinen Raum finden“. „Wir wollen Subkulturen zusammenführen und der Meinungsvielfalt ein Forum geben“, so die 18-Jährige, der ein rund 30-köpfiges Helferteam bei den Vorbereitungen für das Festival zur Seite steht.

Workshops zu verschiedenen Themen

Dieses wird in diesem Jahr Workshops unter anderem zu den Themen Siebdruck, Henna und Upcycling – sprich das Wiederverwerten von Abfallprodukten – beinhalten, darüber hinaus wird das Fat-Shaming aufgegriffen. „Dabei geht um die Thematik Übergewicht sowie darum, was es mit sogenannten Normalgrößen auf sich hat“, erläutert Johanna Bahr, die das diesjährige Crossover-Festival auch BMX-, Scooter- und Skateboard-Fahrern wärmstens empfiehlt.

Neueröffnung eines Parcours

Denn einer der Höhepunkte werde die Neueröffnung eines entsprechenden Parcours sein, der als Ersatz für jenen im ehemaligen Teletubbyland gedacht ist. Allerdings, bedauert Sozialarbeiter Tobias Burdukat, gebe es in der Muldestadt diesbezüglich keine Szene mehr. „Dies wiederum ist die Folge der jahrelangen Verwahrlosung des Teletubbylands und dessen mangelhafter Pflege durch die Stadt“, kritisiert der Mitt-Dreißiger.

Veranstaltungsraum noch nicht nutzbar

Er bedauert, dass der Veranstaltungsraum, der seit Anfang des Jahres im Rahmen des Dorf der Jugend-Projektes in der Spitzenfabrik ausgebaut wird, noch immer nicht nutzbar ist. „Wir müssen die Blitzschutzanlage des Hauses erneuern, was in direkter Verbindung mit Reparaturarbeiten am Dach steht“, erläutert Burdukat. Zudem zeige sich die Mitnetz GmbH hinsichtlich eines neuen Stromanschlusses wenig kooperativ und würde nicht einmal auf Mails und Anrufe reagieren. „Unterm Strich ist der Raum bis auf das Elektronische und die für den Brandschutz relevanten Installationen fertig, aber bei diesen beiden Aspekten spielt Geld eine übergeordnete Rolle.“ Der Blitzschutz schlage mit einer fünfstelligen Summe zu Buche, und der Stromanschluss könnte sogar sechsstellig werden. „ Geld, das wir nicht haben und auch nicht durch Spenden einwerben können“, so der Initiator des Projektes. Dieses sei in der jüngsten Vergangenheit von vielen Menschen mit Spenden unterstützt worden und entsprechend weit vorangekommen. Die beiden noch offenen Kostenpunkte entzögen sich jedoch bedauerlicherweise den Möglichkeiten des Fördervereins für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit – Träger des Jugendprojekts. „Das von uns angesprochene Blitzschutzunternehmen aus Wermsdorf hat nicht den Eindruck vermittelt, ein Interesse an dem Auftrag zu haben.“

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis zum Ende der Sommerferien wurden sowohl im Muldentalbad Kleinbothen als auch im Freibad Geithain extrem viel Gäste gezählt. Der Rekordtag für Kleinbothen lag mit über 1200 Badegästen im August. Knapp 800 Menschen entspannten sich am besucherstärksten Tag im Bad Geithain. Und der Sommer ist noch nicht zu Ende.

13.08.2018

So voll ist es in der Bad Lausicker Innenstadt nur einmal im Jahr: zur Händlernacht. Am 21. September laden die Geschäftsleute erneut dazu ein.

16.08.2018

Seit neun Jahren gibt es das Oldtimertreffen in Ammelshain. Dort war auch an diesem Wochenende eine stattliche Anzahl historischer Fahrzeuge zu sehen, deren Palette vom Lanz-Bulldog über einen Wartburg bis hin zum Wohnwagen Nagetusch reicht.

12.08.2018