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Grimma Dampflokzug und Flockenpracht: Junge Eisenbahnfreunde in Naunhof gesucht
Region Grimma Dampflokzug und Flockenpracht: Junge Eisenbahnfreunde in Naunhof gesucht
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06:00 22.02.2016
Ulrich Meißner an der neuen Winteranlage. Die ist robust gebaut, so dass auch Kinder mal eine Lok aufs Gleis setzen können. Quelle: Bernd Endruszeit
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Naunhof

Bei den Naunhofer Eisenbahnfreunden hat der Winter Einzug gehalten. Seit Dezember steht dort eine mit Schnee bedeckte Modelleisenbahnanlage. Keine Frage, dass die auch am Wochenende zum Tag der offenen Tür viele neugierige Blicke auf sich zog. Als deren „Macher“ zeichnet Dieter Hertranft verantwortlich. „Mir macht es Spaß, neue Welten zu erschaffen. Landschaftsbau ist genau mein Ding“, sagt der 68-Jährige. Er war lange Zeit beim renommierten Leipziger Modelleisenbahnverein „Friedrich List“ aktiv und kam vor etwa einem Jahr wegen seines Umzuges zu den Naunhofern.

Den Altersdurchschnitt der Gruppe hat er mit seinem Beitritt nicht gesenkt, die Gewinnung neuer und vor allem jüngerer Mitglieder ist ein Problem. Gruppenchef Matthias Ziegert ist mit seinen 53 Jahren der jüngste Mitstreiter. Alles in allem gehören sieben Männer dazu, zwei können aus Krankheitsgründen derzeit nicht mitwirken.

Warum zieht es kaum noch junge Leute zur Modellbahn? „Viele handwerkliche Fertigkeiten kommen in der Schule leider zu kurz“, so Ziegert. Und dann habe nun mal nicht jede Familie eine Modellbahn, das Interesse dafür werde also nicht automatisch im Elternhaus geweckt. Eine Preisfrage sei der Neueinstieg aber nur bedingt. „Klar ist ein Neukauf besonders von Lokomotiven und Wagen sehr kostenintensiv, doch im Gebrauchtbereich lassen sich dank des Internets viele preiswerte Dinge finden.“ Die Überalterung der Szene führe dazu, dass sich gerade viele Modellbahner von ihren Schätzen trennen. Das sorge für ein großes Angebot zu moderaten Preisen.

Die Naunhofer Eisenbahnfreunde sind kein Verein, sondern nur ein loser Zusammenschluss von Interessenten. „Die Gründung eines Vereins ist mit viel Bürokratie verbunden“, sagt Matthias Ziegert. „Und von einer verbrieften Gemeinnützigkeit hätten wir nicht viel, denn leider halten sich Spenden an uns sehr in Grenzen.“ Seit zehn Jahren ist die Gruppe im Naunhofer Haus der Vereine angesiedelt. „Früher trafen wir uns einfach nur in der Gaststätte. Später wurden uns Räume im Bahnhof angeboten, was wir aber glücklicherweise ablehnten. Denn die hätten wir längst wieder verlassen müssen.“ Im Haus der Vereine habe man nun das ideale Domizil gefunden. „Allerdings wachsen uns hier die Kosten langsam über den Kopf, kein Wunder angesichts unserer überschaubaren Mitgliederzahl.“

Fester Treffpunkt ist immer donnerstags aller 14 Tage. „Doch eigentlich ist fast täglich jemand hier“, betont Modellbahner Ulrich Meißner, der sich um das Thema Elektrik kümmert. Denn die Naunhofer sollen auch künftig viele gute Gründe haben, bei den Modellbahnern vorbeizuschauen. „Wir haben mit der Winterbahn extra eine robuste Anlage aufgebaut, bei der auch Kinder mal eine Lok aufs Gleis setzen können.“

Von Bernd Endruszeit

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