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Grimma Das Dach der Krankenstation für Katzen soll in diesem Jahr saniert werden
Region Grimma Das Dach der Krankenstation für Katzen soll in diesem Jahr saniert werden
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21:00 01.04.2016
Tierheim Schkortitz: Ricarda Keller freut sich schon auf den Tag der offenen Tür am 17. April in Schkortitz. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Schkortitz

Seinen zehnten Geburtstag feiert in diesem Jahr das Tierheim Schkortitz. Doch zum Feiern ist es den Mitarbeitern um Ricarda Keller (42) derzeit nicht zu mute. „Wir haben in dem Naunhofer Tierarzt Martin Enderlein einen guten Freund und Partner verloren. Er habe stets das Tierheim unterstützt, daher wird der Jahrestag erst im November 2016 begangen. Trotzdem müsse es im Tierheim weitergehen, da derzeit unter anderem 45 Katzen und 20 Hunde sowie ein Hasenpaar zu betreuen und zu vermitteln sind.

„Wir bereiten gerade den Tag der offenen Tür am 17. April vor“, sagt die 42-Jährige. Dieser Tag soll zum einen genutzt werden, um weitere Interessenten für die Tiere und zum anderen Sponsoren für die anstehenden Projekte zu gewinnen. Dazu gehört unter anderem die Krankenstation für Katzen. Im vergangenen Jahr wurde diese saniert, doch das Dach muss als Folgeprojekt und Ursache des Schadens noch gedämmt werden. Geplant ist, gemeinsam mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Stadt Grimma, dies in Angriff zu nehmen. „Wir brauchen dazu Eigenmittel“, erklärt die Vereinschefin. Zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 17. April, von 14 bis 18 Uhr, soll dafür geworben werden. An diesem Tag können sich die Besucher die instandgesetzte Krankenstation ansehen. „Wir rechnen wieder mit einer Katzenschwämme im Frühjahr. Es hat sich bewährt, dass wir mit der Instandsetzung der Krankenstation die hygienischen Bedingungen verbessern konnten, unser Krankenstand ist erheblich gesunken.“, meint Ricarda Keller. Täglich sei es auch ein Kampf, die Mittel für das Futter-, Arzt- und die Betriebskosten aufzubringen.

Pro Tag würden zehn bis 15 Euro pro Hund und fünf bis zehn Euro pro Katze benötigt. „Wir können uns derzeit nur geringfügig Beschäftigte und Ein-Euro-Jobber erlauben. Eigentlich brauchten wir mindestens drei vollbeschäftigte Personen, um den Betrieb im Tierheim zu bewältigen“, klagt die Tierheimchefin. „Gegenwärtig können wir nicht garantieren, dass wir 24 Stunden Ansprechpartner für die Kommunen und Bürger sind, die Probleme mit Tieren haben“, sagt die Tierfreundin. „Wenn wir unsere Vereinsmitglieder und die ehrenamtlichen Helfer nicht hätten, wüssten wir gar nicht, wie wir die Arbeit bewältigen können“, so Ricarda Keller. Aber auch viele Sponsoren werden benötigt. „Allein die Tierarztkosten belaufen sich auf 2000 bis 3000 Euro im Monat“, weiß die Vereinsvorsitzende des Tierschutzvereines Muldental. „Am 17. April findet auch ein Hundefotoshooting statt“, kündigt Keller an. Dieses wird von einem Duisburger Fotografen durchgeführt. Der Erlös wird laut der Vorsitzenden dem Verein zu Gute kommen. „Wenn es genug Anmeldungen (www.charity-hundefotoshooting.de) gibt, dann wollen die Duisburger auch noch am 16. April fotografieren. Die Einrichtung arbeitet auch mit befreundeten Tierheimen, regionalen Vereinen und Kindereinrichtungen zusammen. „Uns unterstützt im Vorfeld und zum Tag der offenen Tür die Schulklasse 9b von der Oberschule Am Wallgraben“, sagt sie. Die Schüler werden die Betreuung der Jüngsten übernehmen. Am Tag der offenen Tür ist auch vorgesehen, gemeinsam mit den jüngsten Besuchern die Blumenkübel zu bepflanzen. Eine unserer Partnerhundeschulen wird eine Vorführung präsentieren, ein Mitglied wird Hundespielzeug anfertigen und gegen eine Spende veräußern. Auch eine Hundefriseurin und eine Tierphysiotherapie sind mit von der Partie“, wirbt die Tierheimchefin.

„Natürlich stehen an diesem Tag unsere Tiere im Mittelpunkt“, erzählt sie. So hofft sie, dass dieser Tag unter anderem dazu beiträgt, dass die zwölfjährige Mixhündin Sunny ein neues Zuhause findet. „Sie braucht individuelle Betreuung, da sie in die Jahre gekommen ist“, meint Ricarda Keller.

www.tsv-muldental.de

Von Cornelia Braun

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