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Das Fremde und der Blick in eine zukünftige sowie fantasievolle Ortschaft

Projekt an Grundschule Mutzschen Das Fremde und der Blick in eine zukünftige sowie fantasievolle Ortschaft

Am Freitag um 14 Uhr wird am Grahnert-Haus in Mutzschen eine Ausstellung mit kreativen Arbeiten von Schülern der Grundschule Mutzschen eröffnet. Eine Woche lang arbeitete dazu die Leipziger Künstlerin Britta Schulze mit Erst- bis Drittklässlern an Themen wie Fremdenfeindlichkeit und wie sieht die Zukunft von Mutzschen aus.

Lukas, Ronja (vorn) sowie Linda, Projektmanagerin Tabea Wahnelt und Künstlerin Britta Schulze (hinten von rechts) fertigten trotz kühler Witterung ihre Kunstwerke auf dem Schulhof.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Mutzschen. „Ausblick in die Zukunft – Fensterbilder in Mutzschen ist der Titel eines Projekts an der Grundschule Mutzschen, das am Freitag zu Ende geht. Das Fremde sollte dabei eine Rolle spielen, wie der Blick in eine zukünftige, fantasievolle Stadt. „Wir wollten mit diesem Projekt zum einem mit den Kindern das Thema Fremdenfeindlichkeit besprechen, da die Bevölkerung einen erheblichen Anteil an NPD-Wählern hat und zum anderen über das Problem Leerstand von Gebäuden diskutieren“, sagt die Malerin und Grafikerin Britta Schulze (50) aus Leipzig, die sich künstlerisch mit Schülern der 1. bis 3. Klasse mit den Themen auseinandersetzte. Am Mittwoch besprühten Xenia (10), Maleen (6) und Ronja (10) und die anderen Kinder Graffiti auf Plakate, die sie in die Schaufenster von leerstehenden Häusern in der Innenstadt von Mutzschen hängen wollen. Dabei bewaffneten sich die Kinder mit Handschuhen sowie Mundschutz und lernten unter der fachkundigen Anleitung der Künstlerin das Sprühen mit Graffitidosen. Zuvor hatten sie mit bunter Farbe Bilder gemalt, die ebenfalls am Freitag in Schaufenstern der Innenstadt hängen werden. Konkret handelt es sich um das Grahnert-Haus und das Haus Markt 10. Dabei hatten die Mädchen und Jungen tatkräftige Unterstützung von Tabea Wahnelt (36), die ihren Bundesfreiwilligendienst auf dem Künstlergut in Prösitz absolviert und das Projekt managte. Eine Frage im Projekt bestand darin, was sich die Kinder für den Ort wünschen. „Es entstanden unter anderem ein Schloss, bunte Häuser, viele Spielplätze und ein freier Katzenweg“, dabei zeigte sie auf die Arbeiten von der zehnjährigen Ronja, die einen Spielplatz mit Rutsche, und Klettergerüst gemalt hatte. Xenia (10) entschied sich dagegen, eine Brücke und eine Pyramide aufs Papier zu bringen. Und so reihte sich ein Bild ans andere.

Behutsam sprach Britta Schulze über das Thema Fremdsein. „Zuerst antworteten die Kinder, dass zum Beispiel Bayern und Hamburger fremde Menschen sind. Doch dann kamen wir auf das Thema andere Hautfarbe“, erzählt sie. So wie es schwarze und braune Pferde gäbe, so würde es auch Menschen mit schwarzer, gelber oder weißer Hautfarbe geben. Das spiegelte sich dann auch in den Arbeiten der Kinder wieder, in denen sie nicht nur unterschiedliche Körperfarben wählten, sondern ebenso die Größenverhältnisse der Gliedmaßen und Köpfe variierten. „Es entstand eine bunte Menschenmasse“ , so die Leipziger Künstlerin. Freitag um 14 Uhr erfolgt die Eröffnung der Ausstellung der von den Kindern angefertigten Arbeiten am Grahnert-Haus.

„Das wird nicht das letzte Projekt des Künstlerhauses Prösitz mit der Grundschule Mutzschen sein“, sagte Ute Hartwig-Schulz vom Künstlerhaus. Das nächste startet am 24. Oktober, an dem alle 66 Kinder der Grundschule Mutzschen teilnehmen. Dabei geht es darum, ein Logo für die Schule zu entwerfen und die Fassade der Einrichtung zu gestalten. „Dabei wird uns der Leipziger Grafiker Karl Anton unterstützen“, freut sich die Leiterin des Künstlergutes.

Von Cornelia Braun

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