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Debatte um mehr Sicherheit für Schulkinder in Großsteinberg am See geht in neue Runde

CDU-FDP-Fraktion bohrt weiter Debatte um mehr Sicherheit für Schulkinder in Großsteinberg am See geht in neue Runde

Mit der Forderung nach einem Fußwegbau in Großsteinberg am See konnte sich die neue Koalition „Wir für Parthenstein“ nicht auf die Schnelle durchsetzen. Diese Woche soll im Hauptausschuss der Gemeinde besprochen werden, wie der Bereich sicherer für Schulkinder gemacht werden kann.

Damit die Schulkinder sicherer zur Bushaltestelle kommen, wünschen sich CDU und FDP einen Übergang mit Zebrastreifen. Es darf aber keiner geschaffen werden, weil nur der Haltebereich gepflastert ist und kein Fußweg auf der rechten Seite existiert. Deshalb forderte die Fraktion zunächst dort den Bau eines Gehwegs.

Quelle: Frank Pfeifer

Großsteinberg am See. Mit der Forderung nach einem Fußwegbau in Großsteinberg am See konnte sich die neue Koalition „Wir für Parthenstein“ nicht auf die Schnelle durchsetzen. Diese Woche soll im Hauptausschuss der Gemeinde besprochen werden, wie der Bereich sicherer für Schulkinder gemacht werden kann. Konkrete Lösungsvorschläge sind noch nicht bekannt.

Eigentlich geht es der Koalition, in der sich CDU und FDP zusammengetan haben, um die Schaffung eines Überwegs mit Zebrastreifen auf der Staatsstraße 46. Rein rechtlich ist dies momentan nicht möglich, weil laut Landratsamt solche Übergänge nur angelegt werden dürfen, wo auf beiden Fahrbahnseiten Gehwege vorhanden sind. In der Ortslage existiert jedoch ein solcher nur auf der seezugewandten Seite.

Die Idee der schwarz-gelben Koalition war es nun, mit dem Bau eines Fußwegs von der ampelgeregelten Kreuzung mit der S 49 bis zur innerörtlichen Bushaltestelle die gesetzliche Voraussetzung für einen Übergang zu schaffen. Einen Finanzierungsvorschlag unterbreiteten die Abgeordneten jedoch nicht im Gemeinderat, weshalb Katrin Scholz („Wählervereinigung Parthenstein – Freunde der Feuerwehr) zunächst forderte, den Antrag zurück in den Hauptausschuss zu verweisen. Dafür fand sie jedoch keine Mehrheit, weshalb daraufhin zur Sache diskutiert wurde.

Zu bedenken gab Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos), dass ein Fußweg nicht billig wird. „Dazu gehören Planung, Vermessung und Grundstückserwerb“, sagte er. Das heiße, es müssten zunächst die Eigentümer gefragt werden, ob sie überhaupt Land verkaufen wollen.

Außerdem erklärte Kretschel, die Schaffung eines Fußwegs sei nur eine der Voraussetzungen für den Bau des Übergangs. Wie ihm das Landratsamt mitgeteilt habe, müssten in der Spitzenstunde 50 bis 100 Fußgänger und rund 200 Fahrzeuge die Straße benutzen, was laut Kreisbehörde nicht der Fall sei, wie mehrere Begehungen gezeigt hätten. Zwar habe das Amt eingeräumt, dass eine erneute Prüfung erfolgen könnte, falls sich die Rahmenbedingungen ändern. „Aber“, so Kretschel, „das heißt noch lange nicht, dass dann ein Übergang genehmigt wird.“

Aus einem weiteren Grund kann der Bürgermeister dem Antrag der Fraktion, so wie er gestellt wurde, nicht zustimmen. „Bauen wir den Fußweg nur von der Ampel bis zur Bushaltestelle, grenzen wird die Grundstücke aus, die dahinter in Richtung Naunhof liegen“, erklärte er. „Wenn wir etwas tun, dann müssen wir aber die Verkehrssicherheit aller Anwohner von Großsteinberg am See erreichen.“ Das leuchtete ein, Volker Klostermann (CDU) zog den Antrag zurück.

Vereinbart wurde ein Gespräch seiner Fraktion mit Kretschel, das sie inzwischen führten. „Wir haben zusammen einen Formulierungsvorschlag gefunden, der zustimmungsfähig ist“, sagte Klostermann der LVZ. Auf die Frage, wie er lautet, erklärte er: „Wir können noch nicht sagen, welche Lösung es geben wird. Aber wir müssen die Kinder sicher über die Straße bringen. Darüber wollen wir diese Woche im Hauptausschuss und danach im Gemeinderat beraten.“

Wie berichtet, sind in Großsteinberg am See 35 Kinder auf den Schulbus angewiesen, mit steigender Tendenz. Früh müssen sie die Staatsstraße queren, was die Fraktion „Wir für Parthenstein“ für gefährlich hält. Seit ihrer Gründung im Februar setzt sie sich verstärkt für einen Übergang mit Zebrastreifen ein, der zur Haltestelle führt.

An seiner Realisierung zweifelt Kretschel. „In Klinga scheiterte vor Jahren schon der Versuch, einen Übergang am Gasthof zu schaffen, und dort haben wir mit Sicherheit eine höhere Frequenz an Fahrzeugen“, erinnert er. Das Landratsamt sieht keine Notwendigkeit, weil die Staatsstraße in diesem Bereich gerade und übersichtlich ist und Tempo 50 gilt. Autofahrer könnten die Bushaltestellen aus großer Entfernung erkennen.

Von Frank Pfeifer

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