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Demontage des umgestürzten Windrades in Sitten beginnt

Havarie Demontage des umgestürzten Windrades in Sitten beginnt

Das umgestürzte Windrad in einem Windpark bei Mutzschen wird trotz Schneefalls und Temperatur um den Gefrierpunkt von einer Spezialfirma geborgen. Die Trümmerteile der am 29. Dezember durch einen technischen Defekt umgestürzten Anlage werden Ende dieser Woche abtransportiert.

Der 95 Meter hohe Koloss war wegen eines defekten Rotorblattes zusammengestürzt.
 

Quelle: Sven Bartsch

Mutzschen/Sitten.  Eine knappe Woche nach der Havarie eines Windrades in einem Windpark an der Autobahn 14 haben Experten trotz des Wintereinbruchs mit der Bergung des umgestürzten Riesen begonnen. Wie Augenzeugen berichteten, wurden Montag als erstes die Flügel demontiert. Nach Auskunft der Wartungsfirma Rasmus GmbH sollen am Dienstagabend oder am Mittwoch Wegplatten ausgelegt werden. Damit würde ein stabiler Untergrund für den Kran mit einer Traglast von 200 Tonnen geschaffen. Allein Gondel und Getriebe der ehemals 95 Meter hohen Windkraftanlage wiegen nach Angaben der Wartungsfirma 50 Tonnen.

Das Windrad war am 27. Dezember in einer Höhe von rund 15 Metern wie ein Strohhalm abgeknickt. Ursache für den Unfall war ein defektes Rotorblatt, das eine Kettenreaktion ausgelöst hatte. Nach der Bergung soll die Windkraftanlage verschrottet werden. Geplant ist, dass an gleicher Stelle im Windpark Sitten wieder ein baugleiches Windrad errichtet wird. Die Firma Eurowind Energy GmbH betreibt auf dem Feld an der Autobahn A14 noch drei Windräder.

Nicht der Wind sondern ein technischer Defekt brachte dieses Windrad zum Einsturz: Durch eine Unwucht brachte sich die Anlage zwischen Grimma und Döbeln am Dienstagnachmittag selbst zu Fall.

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„16.31 Uhr sendete der Computer die letzte SMS an unsere Zentrale und signalisierte einen Rotorblattfehler. Dann verschwand die Anlage vom Kontrollmonitor der Fernüberwachung.“ Hans Körner von der Rasmus GmbH, die für das Unternehmen Eurowind Energy die Wartung und den Service in dem Windpark erledigt, erläutert, was geschah: „Als der Computer den Rotorblattdefekt feststellte, schaltete er die Anlage selbstständig ab. Noch während des kontrollierten Abbremsens schaukelte die durch den Defekt verursachte Unwucht des Rotors die Anlage trotzdem derart auf, dass die Mühle ihren Mast umriss.“ Die Teile landeten relativ weich im Erdreich, so dass außer den in alle Winde zerstreuten Kunststoffteilen keine größeren technischen Aggregate zu Bruch gingen. Dies ist in sofern von Bedeutung, da kein Getriebeöl ausfließen darf. Sämtliche Umwelt- und Baubehörden wurden sofort informiert.

Dass das umgeknickte Windrad Neugierige anzieht, kann Körner verstehen. Dennoch weist er darauf hin, dass es sich bei dem Windpark um Betriebsstätten handelt. Es sollte nichts betreten werden. Er bittet die Neugierigen, die Absperrungen und Beschilderungen zu beachten. Dies gelte prinzipiell und nicht etwa nur nach Havarien. Bei Frost könne es nahe von Windkraftanlagen zum Beispiel zu Eisabwurf kommen.

Von Steffi Robak und Thomas Lieb

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