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Grimma Der Heimatforscher sorgt sich um die Rausche in Großbothen
Region Grimma Der Heimatforscher sorgt sich um die Rausche in Großbothen
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00:20 14.10.2017
Ralf Sachse an der Rausche. Derzeit ist jedoch die Böschung des Baches beschädigt. Diese soll gestützt werden. Quelle: Foto:
Grimma/Großbothen

Die LVZ traf sich auf einen Kaffee mit Ralf Sachse. Der Großbothener hatte sich an die Redaktion gewandt, um auf die Arbeit des Heimatvereins Großbothen hinzuweisen. Wir haben ihn besucht:

Vor dem 66-Jährigen lag eine große Mappe. Denn der neue Vorstand, der sich nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins, Professor Fritz Mauer, formierte, hat auch künftig viel vor. „Wir wollen vor allem die Ortschronik, die in Grimma liegt, allen Bürgern zugänglich machen“, erzählt er. Dazu soll diese digitalisiert werden. Hierfür hat sich der Vorstand das notwendige Fachwissen beim Treffen der Ortschronisten in Kohren-Sahlis geholt. Ein großer Fundus sei für ihn die Leipziger Volkszeitung, die er seit 1974 liest und gern einmal im Jahr auf CD gebrannt kaufen würde. Von 1998 /99 hat er bereits so ein Exemplar. „Wir sind auch dabei, eine Homepage zu erarbeiten“, kündigt er an. Hier sollen die Veranstaltungen verankert und Geschichtliches vermittelt werden. „Wir haben zum Beispiel vor, die ganzen Gewerke, die es einst in Großbothen gab, einmal aufzulisten“, verrät er. Denn das Interesse an der Heimatgeschichte ist im Ort groß. So ging das Fotoalbum, das anlässlich der 725-Jahr-Feier erstellt wurde, schnell weg. Zur 725+1-Jahr-Feier gab es eine Fotogalerie. „Hier sollten die Bürger die zwölf schönsten Motive für einen Kalender 2018 auswählen“, erzählt er. Dieser soll nun noch vor Weihnachten erscheinen. „Uns fehlt nur noch die Angabe von der Kell, wann der Müll in Großbothen abgeholt wird. Denn der Kalender soll auch einen Service-Charakter haben“, meint der Heimatvereinsvorsitzende.

Greifbar nah ist die erste Veranstaltung des Heimatvereins. Donnerstag ab 19 Uhr gibt es einen Vortrag im Sportcasino Großbothen. „Ein ehemaliger Großbothener, der an die Ostsee gezogen ist, wird einen Vortrag halten“, sagt Ralf Sachse. Er spricht über archäologische Impressionen von der Ostseeküste, da er Kreisbodendenkmalpfleger war. In Vorbereitung ist auch eine Bilderausstellung „Großbothen malt für Großbothen“. Diese soll zum Dorffest 725+2 im Jahr 2018 gezeigt werden. Dabei werden Künstler und Laienkünstler die Region im Bild festhalten. „Unterstützt werden wir bei dieser Aktion von Frank Brinkmann vom Künstlerhaus Schaddelmühle“, freut er sich. Interessierte Bürger sind zu einem ersten Gespräch am Mittwoch, 25. Oktober, ab 18 Uhr in die Schaddelmühle eingeladen. „Die künstlerische Beschäftigung mit dem „Ist und War“ der Gemeinde soll den Heimatgedanken stärken und Anregungen für ein ländliches Zusammenleben geben. Die entstandenen Bilder von Großbothen und Umgebung werden bei Alt und Jung eine neue, vielleicht auch stärkere Sichtweise auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wecken“, meint er. Angedacht sind zwei monatliche Treffen über jeweils vier Stunden.

Ein weiteres Projekt des 15 Mitglieder zählendes Vereins ist die Rausche, ein idyllischer Ort im Wald von Großbothen. Hier ist die Böschung beschädigt, und das Wasser fließt teilweise nicht mehr im Bachbett. „Der Ortschaftsrat und der Heimatverein haben Kontakt mit dem Staatsforst aufgenommen, um Faschinen zur Stärkung der Böschung Ende Oktober einsetzen zu können“, so der Heimatvereinsvorsitzende, der sich wünscht, dass auch junge Leute dem Verein beitreten.

Wollen auch Sie mit der Redaktion ins Gespräch kommen, haben interessante Dinge aus Ihrer Heimat zu berichten, Anregungen für die Redaktion oder kritische Anmerkungen zu aktuellen Geschehnissen im Landkreis Leipzig? Dann melden Sie sich per Mail an landkreis.leipzig@lvz.de Stichwort „auf einen Kaffee mit…“ oder per Post an Leipziger Volkszeitung, Redaktion Landkreis Leipzig, Peterssteinweg 19, 04107 Leipzig – der Kaffee geht auf uns.

Von Cornelia Braun

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