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Grimma Der Hospitant mit der Trompete
Region Grimma Der Hospitant mit der Trompete
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00:31 20.08.2015
Gegensätze ziehen sich an: Der sonst zurückhaltende Theodor Trajkovits nimmt mit seiner lauten Trompete an Orchesterproben teil. Quelle: Frank Schmidt
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Colditz

Das Ergebnis ist am Donnerstag um 19.30 Uhr in einem abschließenden Konzert im Kammermusiksaal der Einrichtung zu erleben, zu dem die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt herzlich eingeladen ist. Es wird um eine Platzreservierung über die Landesmusikakademie gebeten.

Doch diese Information stellt nur das Vorwort für eine Geschichte dar, die sich am Rand der Musikproben abspielt. Sie erzählt von der musikalischen Begabung des 16-jährigen Theodor Trajkovits. Er hat die Chance bekommen, als Hospitant den besagten Proben beizuwohnen. Zwar erblickte er das Licht der Welt in Zwenkau, seine Kinderstube aber steht in Colditz. Hier ist er aufgewachsen und zur Schule gegangen und besucht jetzt das Gymnasium in Rochlitz. Schon als Erstklässler hatte er über die Musikschule Muldental Zugang zur Musik. "Da gab es so ein Musikkarussell mit verschiedenen Instrumenten", erinnert sich der Jugendliche. Cello, Posaune und Horn sowie Geige, Saxofone und Trompete. Letztere hatte es Theodor besonders angetan. "Weil es ein vielfältiges Leitinstrument ist, musikalisch heraussticht und in einem Orchester nicht zu überhören ist", erklärt der junge Musiker. Gegensätze ziehen sich an, ließe sich zu dieser Symbiose sagen. Denn Theodor ist nicht wirklich ein Typ der lauten Töne. "Stimmt, ich bin eher zurückhaltend und brauche meine Zeit, um mich für etwas zur erwärmen", räumt der sehr schlanke und hochgeschossene Gymnasiast ein. Er scheint mit seiner Trompete die richtige Balance gefunden zu haben. Maßgeblichen Anteil daran hat sein Musiklehrer Konrad Schreiter. "Er hat mich auf dieses Probenlager aufmerksam gemacht, so dass ich hier dabei sein darf."

Für die Zukunft will sich Theodor noch nicht festlegen, ob die Musik zum Beruf wird. "Ich will erst einmal mein Abitur machen." Ohnehin bleibe wegen der Schule und Musik kaum Spielraum für andere Interessen. Sogar das Kicken ist deshalb in den Hintergrund getreten. Zu seinen Stärken gehören Kreativität und die Schwächen hat er für sich selbst in der mangelnden Konversation mit anderen Menschen ausgemacht. Nach drei Wünschen gefragt, stehen Gesundheit ganz oben auf der Agenda, dann Erfolg in der Schule und "gerne noch einmal drei Wünsche".

Vielleicht gehört dazu, selbst einmal in einer Big Band mitspielen zu können. Denn Sinn und Zweck dieser Hospitation für Nachwuchsmusiker ist, "sehr talentierte junge Musiker einzuladen, um sie mit den Proben vertraut zu machen, natürlich mit dem Ziel, Nachwuchs heranzuziehen," erklärt Projektleiterin Ulrike Kirchberg. Sie weiß, dass solch eine Chance für Theodor zum Schlüsselerlebnis werden kann, was ihn anspornt, in naher Zukunft selbst im Orchester sitzen zu dürfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2015
Frank Schmidt

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