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Dicke Rauchwolken: Feuerwehren bekämpfen Schwelbrand in Neichen

Einsatzgeschehen Dicke Rauchwolken: Feuerwehren bekämpfen Schwelbrand in Neichen

Ein Schwelbrand in einem Agrarbetrieb bei Trebsen hielt die Feuerwehren des Muldentals in Atem. Rund 40 Kameraden rückten am aus, um das unter freiem Himmel gelagerte Stroh zu löschen. Der Funkenflug bedrohte kurzzeitig die nahe stehende Biogasanlage.

Qualm über Neichen: In einem Häckselstrohlager ist ein Schwelbrand entstanden.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Der Schwelbrand in einem Strohlager in Neichen bei Trebsen hat etwa 40 Kameraden des Ortsverbandes der Muldestadt am Montagabend in Atem gehalten. Sie mussten trotz hoher Außentemperaturen ihren Freizeit- und Feierabendloock gegen eine für diese Jahreszeit unbehagliche Einsatzkluft eintauschen. Denn plötzlich stieg aus einem Häckselstrohlager dicker, grauer Qualm auf. „Ursache bislang unbekannt, Selbstentzündung wahrscheinlich“, sagte Romy Sperling von der städtischen Hauptverwaltung. Starke Nordwinde wirkten sich bei den Löscharbeiten des unter freiem Himmel gelagerten Stroh erschwerend aus. Glück im Unglück, der Qualm zog so günstig zwischen Neichen und Trebsen ab, dass Anwohner nicht in Gefahr gerieten, bestätigte Sperling. Große Sorge jedoch herrschte zunächst bei den Kameraden vor. Einsetzender Funkenflug drohte die nahe Biogasanlage zu gefährden. Doch auch hier gab es rasch Entwarnung. „Durch das umsichtige Verhalten aller am Löscheinsatz beteiligten Männer und Frauen bestand zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Gefahr für die Biogasanlage“, zeigte sich Sperling erleichtert und fügte hinzu, „dass wir mit blauem Auge davon gekommen sind.“

Ausdrücklich lobte die Fachfrau das gute Zusammenspiel der Floriansjünger und der Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes. Die Bauern nutzten die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehren, um mit schwerer Technik Erde zum Ersticken aufkommender Flammen heranzukarren. Von den Kameraden aus Neichen, Altenhain, Trebsen und Seelingstädt, die übrigens damit erstmals in diesem Jahr gemeinsam unter der Leitung des Stadtwehrleiters Christian Pfaff einen Großeinsatz zu meistern hatten, konnte der Brandherd schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Strohhaufen wurde später mithilfe der Landtechnik auseinandergezogen und auftauchende Glutnester sofort abgelöscht. Ein Prozedere, das bis in die späten Abendstunden gegen 22 Uhr andauerte. Damit war zwar dem Feuer der Garaus gemacht worden, aber die Ehrenamtlichen waren im Anschluss gefordert, die Feuerwehren für einen potenziellen nächsten Einsatz zu rüsten, was dann bis in die Nacht andauerte. Dennoch klingelte für den einen oder anderen Kameraden am nächsten Tag wieder der Wecker.

Von Frank Schmidt

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