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Grimma Die Kuh vom Eis holen
Region Grimma Die Kuh vom Eis holen
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14:30 19.05.2015

. Bis Ende März würde die Halle deshalb im Betrieb bleiben. Unmissverständlich erklärte Christian Kürten vom TLG Gewerbepark Grimma, dass der Mietvertrag mit dem Verein definitiv am 31. März beendet werde. Gleichzeitig zeigte er auf, dass die Eisbahn und Technik ersetzt werden müssen. "Wir haben uns als TLG schon weit aus dem Fenster gelehnt, dass wir die Schulden, die bisher in Höhe von 250 000 Euro aufgelaufen sind, stunden wollten", erklärte er. "Wir waren auf einen guten Weg, diese abzubezahlen", sagte die Vereinsschatzmeisterin Kathrin Mogilka. "Doch der Brand am 2. Weihnachtsfeiertag machte uns einen Strich durch die Rechnung."

Gey sieht im Ringen um den Erhalt der Halle sowohl die Stadt Grimma, als auch den Sächsischen Eissportverband sowie den Landkreis in der Pflicht. Er wolle den Kreisstag dafür gewinnen, sich für den Eissport stark zu machen. Doch dafür sei ein Konzept notwendig, das zukunftsträchtig wäre. Vizepräsident Falko Kirsten vom Eissportverband stellte klar, dass Grimma ein unverzichtbares Leistungszentrum des Eissports sei. Er schlug vor, Fördermittel für die Sanierung der Halle beim Land zu beantragen. "Damit der Eissport nicht immer am Tropf hängt, ist es notwendig, dass die Halle auch in den Sommermonaten zum Beispiel von Skatern genutzt werden kann", erklärte er. Gey brachte eine Mischfinanzierung ins Gespräch, über die der Landkreis, die Stadt Grimma und Sponsoren die Zukunft der Einrichtung sichern. "Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Trägerschaft der Halle geklärt ist", sagte Gey.

Das fordert auch Kürten von der TLG. "Wenn es einen neuen Träger gibt, und wir uns einig sind, dass neue Technik installiert werden muss, dann steht dem Projekt Eissport auch künftig nichts im Wege", sagte er. Dann könnten bereits im Juni neue Verhandlungen aufgenommen werden. Dem Landkreis und der Stadt verbliebe somit mehr Zeit, sich um eine Lösung zu bemühen. Gey favorisierte als Träger die Stadt Grimma. "Eine kreisliche Trägerschaft kommt nur in Frage, wenn sich die Kreisräte zu einem Solidaritätsprinzip bekennen", meinte der Landrat. Doch dann müsste der Kreis auch solche Einrichtungen wie den Kanupark Markkleeberg in Trägerschaft übernehmen. Berger erklärte, dass die Stadt Grimma eine Trägerschaft nicht stemmen könne und warf die überregionale Bedeutung erneut in die Waagschale. "Die Stadt kann nicht Träger sein, wenn die Finanzierung nicht geklärt ist", sagte er. Gey entgegnete, dass Schritt für Schritt an einer Lösung gearbeitet werden müsste. Im April würde er das Thema Eissporthalle in den Ausschüssen auf die Tagesordnung setzen. Doch damit ist die Kuh noch lange nicht vom Eis.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2014
Cornelia Braun

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