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Grimma Die Mulde als Motor der Region
Region Grimma Die Mulde als Motor der Region
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05:00 20.04.2010
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. Diese ist Bestandteil des Exkursionsangebotes von Naturpark Muldental und Volkshochschule, in dem bis Juni zu insgesamt neun informativen Ausflügen in die Region eingeladen wird.

Diesmal begaben sich die rund 20 Teilnehmer gemeinsam mit Gästeführer Klaus Büchner auf historische Wege, entdeckten die Industrieanlagen und Mühlen nördlich von Grimma und durchstreiften Grimmaer, Hohnstädter und Böhlener Flur. Obermühle, Niedermühle, Grundmühle, Gartenmühle, Neumühle – wer bislang zwar die Örtlichkeiten kannte und auch ein wenig von der Bestimmung der einstigen Standorte erahnte, erfuhr nun Details. Dabei gelang es Klaus Büchner, sehr lebendig ein Bild zu zeichnen, in dem sich die Jahrhunderte dauernde Entwicklung in und am Fluss innerhalb im Zeitraffer abspielte.

Der Gästeführer schlug Brücken von den Mühlen zu den Gewerken, für die das Wasser und die Muldentaler Arbeitsvoraussetzungen waren. So gab es in Grimma einst 26 Wäschereien. „Die befanden sich überwiegend in der Altstadt und in der Muldenaue. Der letzte sichtbare Standort ist der Metallbau Bennewitz am Oberwerder", machte Klaus Büchner aufmerksam und gab manche Episode von einst zum Besten. Beim Thema Wasser und der ausgewählten Wanderroute kam man auch am Problem Kläranlage nicht vorbei. Auch hier gab es für die Exkursionsteilnehmer einen vorstellbaren Abriss zur Entwicklung. Das betraf ebenso verschiedene Gewerke, die sich in Grimma den nahen Fluss zu nutze machten. Klaus Büchner verwies indes darauf, dass nicht nur die Mulde, sondern auch Quellen für die entstehenden Betriebe wichtig waren. So spielte zum Beispiel der Siechenbrunnen – er befand sich oberhalb der Pöppelmannbrücke – in der Entwicklung keine unerhebliche Rolle.

Im Zusammenhang mit diesem hörten die Wanderer von der Gründung der Fleischerinnung bereits im 15. Jahrhundert, von Fleischbänken südlich des Rathauses, auf denen bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts hinaus Fleischwaren verkauft wurden. Der Zuspruch für die thematischen Exkursionen freut die Initiatoren von Naturpark und Volkshochschule. „Es ist unser Anliegen, auf diese Weise an die ursprünglichen Funktionen eines Flusses zu erinnern. Die Mulde, die nie schiffbar aber kräftig war, war Motor für die industrielle Entwicklung der Region", sagte Viola Heß vom Naturpark Muldenland.

Conny Hanspach

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