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"Die Neu-Grimmaer" im Stadtarchiv

"Die Neu-Grimmaer" im Stadtarchiv


Grimma. „Die Neu-Grimmaer". So haben die Mannen und Frauen des Freundeskreises für Grimma die Ausstellung genannt, die gestern im Stadtarchiv eröffnet wurde.

. Mit den „Neuen" sind jene kleinen und größeren Orte gemeint, die seit Januar mit der Eingemeindung von Nerchau, Thümmlitzwalde und eines Teils von Großbothen nun auch zu Grimma gehören.

Genau 41 Neue sind es. Zumindest nach der Übersicht, die Sprach- und Heimatforscher Horst Naumann – auch er ist Mitglied im Freundeskreis für Grimma – für die Ausstellung zusammengestellt hat. Nicht nur die Ortsnamen, auch ihre Ersterwähnung und ihre Bedeutung sind hier zu lesen. Bahren ist der Ort am Sumpf, Cannewitz eine Siedlung, wo Pferde gehalten werden, Thümmlitz der Ort, wo Rauch ist und Keiselwitz eine Siedlung auf saurem Boden, Leipnitz der Lindenort und Zeunitz der Ort bei den Waldbeeren. Rings um diese Liste kann man dann auch optisch einiges über die Orte erfahren. Denn Bernd Voigtländer vom Freundeskreis hat zu fast jedem neuen Grimmaer Ortsteil eine historische Postkarte in seiner riesigen Sammlung gefunden und davon eine Kopie für die Schau im Stadtarchiv gestiftet.

Luftbilder von den Orten, die anno 2000 entstanden, Modelle von markanten Gebäuden wie Müllers Tanzpalast in Großbothen oder dem Nerchauer Bürgerzentrum und viele liebevoll zusammengetragene Details aus den Orten, die Auskunft über das Leben und Wirken in unserer Region geben, machen die „Neuen" liebenswert. Ob es die Orgelpfeife aus der Dorfkirche Zschoppach ist, ein Stück Ragewitzer Braunkohle, die Festschrift zum 50-Jährigen der Brauerei Cannewitz, das Kumt oder der Dreschflegel aus einem Bauernhof von Thümmlitzwalde, Äpfel und Säfte aus der Obstland AG Dürrweitzschen, historische Zeitungsannoncen der Gasthöfe Bröhsen, Zeunitz oder Pöhsig – nicht nur interessant für die „Neu-Grimmaer", die in diesen Orten wohnen. Ebenso hat Großbothen mancherlei beizutragen: Eine kleine Fahne mit der Aufschrift „Ring- und Sportabteilung T.V. Großbothen, gegr. 1925", Kunstwerke die aus der Schaddelmühle stammen, die Farblehre des Großbothener Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald oder „Geschichte und Geschichten von Kössern und Förstgen".

Fritz Mauer vom Großbothener Heimatverein sagte gestern zur Ausstellungseröffnung, dass die Orte Grimma und Großbothen schon immer eng verbunden gewesen seien und gab ein paar Geschichten zum besten. Dieter Möbius vom Freundeskreis für Grimma meinte. „Ich freue mich, wie die Vertreter der neuen Orte uns beim Zusammentragen der historischen Kleinode für die Ausstellung unterstützt haben. Nur durch die Mitarbeit vieler Menschen in den Dörfern konnten wir diese Schau nun eröffnen."

Information: Ausstellung „Die Neu-Grimmaer" im Stadtarchiv, August-Bebel-Straße 10, Telefon 03437/98 58 217.

Silke Hoffmann

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