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Grimma „Die Winde des Sommers“ wehte durch den Kleinen Festsaal im St. Augustin
Region Grimma „Die Winde des Sommers“ wehte durch den Kleinen Festsaal im St. Augustin
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12:28 08.03.2016
Augustiner-Konzert: Stephan König und der junge spanischen Cellisten Fermin Villanueva spielen im Kleinen Festsaal.   Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma

 „Die Winde des Sommers“ lautete der letzte Titel beim 22. Augustiner-Konzert. Es war ein Konzertstück für Violoncello und Klavier op. 207. Stephan König hatte es dem jungen spanischen Cellisten Fermin Villanueva gewidmet, der am Wochenende mit ihm gemeinsam im bis zum letzten Platz gefüllten Kleinen Festsaal des St. Augustin auftrat. Für die angekündigte spanische Nacht war die Besetzung mit dem souveränen Pianisten Stephan König am Flügel und Fermin Villanueva mit den warmen Klangfarben seines Cellos ideal. Und das Violoncello harmonierte auf so vollkommene Weise mit der Akustik des Kleinen Festsaales als wären sie füreinander gebaut. Die „Suite populaire Espagnole“ von Manuel de Falla geht auf spanische Volkslieder zurück. Bereits dieses erste Stück mit dem Wiegenlied „Nana“ , dem spanischen Volkstanz „Jota“ und dem an einen Flamenco erinnernden Tanz „Polo“ wurde mit viel Beifall belohnt. Mit Alberto Ginasteras „Cinco canciones populares argentinas“ strömten Rhythmen argentinischer Folklore in den Saal. Fermin Villanueva reizte die vielfältigen Möglichkeiten seines Instruments auf eindrucksvolle Weise aus, nutzte die tiefe, voluminös samtige Färbung beim Bass ebenso wie den brillanten, lyrischen Schmelz des Tenors. Es waren fünf Sätze voller Charme und Esprit, voller Harmonie und Seele. „Le Grand Tango“ von Astor Piazzolla, dem Vater des konzertanten Tangos, erwies sich als der Höhepunkt vor der Pause. Leidenschaftlich begeisterten die Musiker ihr Publikum, die Harmonie des Tangos mit Elementen des Jazz verbindend. Und die Spannung ließ keinen Takt nach der Pause nach. Enrique Granados, Sohn eines Kubaners und einer Katalanin, wurde durch Bilder des Malers Francisco de Goya zu einer musikalischen Schilderung des Volkslebens jener Zeit inspiriert. Im „Intermezzo“ aus der Suite „Goyescas“ drängten sich dem Publikum Klänge bekannter Liebeslieder auf. Stephan König hatte die Musikstücke klug ausgewählt und dramaturgisch hervorragend zusammengestellt. Und die beiden Interpreten bestachen nicht nur durch ihr außergewöhnlich hohes handwerkliches Niveau, sondern auch durch die Seele in ihrem Spiel, ihre Liebe zum Detail, ihr Charisma und ihr Temperament. Die „unkaputtbaren“ Melodien und ihre hervorragende Umsetzung waren die Grundlage für einen musikalischen Abend, den man so leicht nicht vergisst. Mit der lächelnd angekündigten Zugabe „Sérénade Espagnole“ von Alexander Glosunow hatte Fermin Villanueva endgültig die Herzen der Hörer erobert. Und mit der zweiten umjubelten Zugabe, dem „Chanson lndone“ von Rimsky-Korsakow, entließen die beiden Musiker ihr dankbares Publikum in die Vorfrühlingsnacht.

Von Peter Göthner

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