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Grimma Die meisten Badeunfälle passieren an unbewachten Seen
Region Grimma Die meisten Badeunfälle passieren an unbewachten Seen
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07:22 04.07.2018
Polizei, Feuerwehr und die DLRG-Rettungsstaffel aus Leipzig mussten am Montag zum Grillensee ausrücken – ein 73-Jähriger war beim Schwimmen ertrunken. Quelle: Foto: Frank Schmidt
Naunhof/Landkreis Leipzig

Sommerferien – Badezeit. Die Vorlieben sind unterschiedlich: Manche mögen das Freibad einfach nicht und ziehen den Baggersee vor. Der Nachteil: Nicht alle Badeseen in der Region Leipzig sind beaufsichtigt. Wie wichtig schnelle Hilfe sein kann, zeigte sich auf tragische Weise am Montag, als ein 73-Jähriger beim Schwimmen im Naunhofer Grillensee ums Leben kam.

Unfälle passieren meist dort, wo es keine Aufsicht gibt

Dass das Baden in natürlichen Gewässern grundsätzlich gefährlicher ist, als im Freibad, unterschreibt auch Roman Siegel. „Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft pflegt seit Jahren Statistiken zu Badeunfällen. Ein Großteil der Todesfälle ereignet sich vor allem in unbewachten Binnengewässern wie Flüssen, Seen oder Teichen“, erklärt der Beisitzer im Vorstand des Leipziger DLRG-Bezirkes, dessen Team am Montag auch in Naunhof angefordert wurde. Die Strömung in fließenden Gewässern und Unkenntnis der örtlichen Bedingungen können Ursachen für tragische Badeunfälle sein. „Allerdings sind es nicht selten auch Fehleinschätzungen der eigenen körperlichen Verfassung oder kurzsichtiges Handeln bei extremen Temperaturen, was folgenschwer sein kann“, so Siegel weiter.

Rettungshunde trainieren für denErnstfall

Häufig stehen in brenzlichen Situationen Menschenleben auf dem Spiel. Um diese zu retten, werden häufig Rettungshunde eingesetzt.

Gepostet von LEIPZIG FERNSEHEN am Mittwoch, 20. Juni 2018

Grundregeln aus der Kindheit gelten immer noch

Prinzipiell sollte für jeden Badenden gelten, was er im Kindesalter von seinen Eltern schon einmal gehört haben dürfte. Siegel: „Die Grundregeln sind bekannt. Abkühlen, bevor man vom Sonnenbad ins kühle Wasser springt. Nicht mit vollem Magen ins Wasser gehen. Im Idealfall nicht allein rausschwimmen.“ An Hitzetagen wie sie derzeit herrschen, sollte man sein Badeverhalten konsequent der eigenen körperlichen Verfassung anpassen. „Wer sportlich ungeübt ist, sollte keine Langstrecken schwimmen. Die Selbstüberschätzung ist eine Gefahr und Ursache für Unfälle“, erklärt der Experte.

Rettungshunde trainieren für denErnstfall

Häufig stehen in brenzlichen Situationen Menschenleben auf dem Spiel. Um diese zu retten, werden häufig Rettungshunde eingesetzt.

Gepostet von LEIPZIG FERNSEHEN am Mittwoch, 20. Juni 2018

Herz-Kreislaufpatienten sollten mit dem Arzt sprechen

Auch gesundheitliche Aspekte sind zu beachten. Epileptiker sollten generell nicht allein schwimmen gehen, bei Diabetikern besteht die Gefahr der Unterzuckerung bei Überlastung. Aber, so Siegel, „Schwimmen ist prinzipiell ein gesundheitsfördernder Sport, wenn man ihn mit Bedacht ausübt. Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten Rücksprache mit ihrem Arzt nehmen, da der Umgebungsdruck des Wassers generell eine höhere Anstrengung für das Herz bedeutet.“ Die DLRG Leipzig besetzt in den Sommerferien die Wasserrettungsstation am Kulkwitzer See.

www.bez-leipzig.dlrg.de

Von Thomas Lieb

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