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Grimma Die zwölf Monate: Auftakt mit russischem Märchen
Region Grimma Die zwölf Monate: Auftakt mit russischem Märchen
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12:27 24.11.2009
Theaterverein bei der Probe für sein Weihnachtsmärchen. Quelle: Conny Hanspach

In punkto Ausstattung gab es aber für die erste Inszenierung in neuer Vereinskonstellation noch ein paar Nüsse zu knacken. Winterstimmung und das Fluidum russischer Märchen kommen bei den Zwölf Monaten von Samuil Marschak zusammen. Das war genau das, was die Amaterschauspieler für ein weihnachtliches Märchenspiel suchten. Vereinsvorsitzende Conny Hanspach setzte sich hin und zauberte gemeinsam mit Vereinsmitglied Andreas Bunk aus Motiven der Vorgabe ein Szenarium für eine einstündige Aufführung mit knapp 30 Mitwirkenden.Die Leseproben sind nun längst ad acta. Jetzt geht es unter der Regie von Andreas Bunk und Kerstin Brandt bereits zwischen den Kulissen zur Sache. Der Brandiser Bunk konnte sich bei den TheaterMacher(n) die nötige Erfahrung holen, als Protagonistin im Paartanz bringt die Frau aus Erdmannshain dafür einige Voraussetzungen mit.Allerdings fehlen den Vereinsmitglieern durch die Trennung von Familie Morawe und deren gewerbliche Theaterambitionen Kostüme und Kulissen. „Die Eigentumsverhältnisse sind momentan in Details noch ungeklärt“, deutet Hanspach knapp Konfliktpotential an.Das Bühnenbild für die geplante Aufführung habe die rührige Truppe quasi aus dem Nichts gestemmt. So erlebt in den Zwölf Monaten überraschenderweise das Wirtshaus aus dem Spessart sein Comeback, das in tiefsten DDR-Zeiten zum turbulenten Faschingsball der Fleischerinnung seinen ersten Auftritt hatte. Beim Nachtshopping der Wurzener Händler hatte es Fleischermeister Rudolf Hamel als märchenhafte Dekoration hervorgeholt und damit Begehrlichkeiten bei den Hobby-Mimen geweckt. Unter anderem mit einem Brunnen konnten Macherner Theaterfreunde aushelfen. „Auch sonst hat jeder angeschleppt, was brauchbar war“, freut sich Hanspach, dass mit Einsatz und Ideen Engpässe überwunden wurden. Unterstützung in vielfältigster Form sei auch von der Gemeinde Falkenhain, der Stadt Wurzen und vom Lichtwer-Gymnasium gekommen, wo der Verein unter vergleichbaren räumlichen Bedingungen wie auf der Waldbühne proben durfte.Unterstützung sei allerdings noch für Kostüme nötig. „Wir können Stoffe, alte Kleider, Pelze, Vorhänge, Faschingskostüme gebrauchen – eben einfach alles, woraus sich mit Fantasie noch etwas machen lasst. Wir freuen uns auch über Hüte und Perücken“, fordert die Vereinsvorsitzende dazu auf, im Geiste Truhen und Schränke zu durchforsten. Ganz großartig fänden es die Amateurschauspieler auch, wenn sich für ihr Weihnachtsmärchen auf Muldentaler Dachböden noch einige der Plastikweihnachtsbäume auftreiben ließen, die seinerzeit in Mode waren.Ingrid Leps

Ingrid Leps

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