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Grimma Doppelpack: Grimma präsentiert Bauland und flotte Karossen
Region Grimma Doppelpack: Grimma präsentiert Bauland und flotte Karossen
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10:08 06.04.2018
Auf Einladung des Gewerbevereins Grimma präsentierten sich Aussteller beim Autofrühling auf dem Markt. Die Husaren eröffneten die Schau, zu der auch betagte Karossen gehörten. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Gleich zwei Messen zogen am Sonnabend in Grimma die Aufmerksamkeit auf sich. Im Rathaussaal ging es auf der Immobilienmesse ums Wohnen in und um Grimma. Und auf dem Markt sowie rund um das historische Rathaus präsentierte sich der vom Gewerbeverein Grimma initiierte Autofrühling mit etwa 20 namhaften Autohändlern und Kfz-Servicebetrieben aus der Region.

Hilfe für Kaufentscheidungen gab es bei zwei Messen in Grimma.

Grimma als „Speckgürtel von Leipzig“ zu sehen, wäre für Sebastian Bachran als Vertreter der Stadtverwaltung auf der Immobilienmesse etwas überzogen dargestellt. Grimma sei für Leipziger eher die grüne Lunge und mit nur einer halben Autostunde entfernt „etwas ganz besonderes“. Trotz latenter Hochwassergefahr für die Altstadt? „Ja, denn die Stadt hat an ihrer grundsätzlichen Attraktivität nichts eingebüßt. Umso mehr wird Grimma gewinnen, wenn demnächst die Hochwasserschutzmauer dicht ist“, sagte Bachran. Auch die etwa 20 Aussteller waren offenbar davon überzeugt, denn die meisten zeigten nicht umsonst das dritte Mal Präsenz. Und viele der interessierten Besucher an den gut besuchten Ständen waren nicht nur zum Zeitvertreib gekommen, sondern hatten konkrete Erwartungen. „Wir wohnen in Halle, arbeiten aber beide in Liebertwolkwitz beziehungsweise in Großpösna. Deshalb sind wir auf der Suche nach einem Bauplatz im Muldental, am liebsten in oder um Grimma“, ließen Bert und Ingrid Hammerschmidt wissen.

Salutschüsse der Grimmaer Husaren eröffneten den Autofrühling. „Das dritte Mal versuchen wir damit etwas zur Belebung der Innenstadt auf die Beine zu stellen“, sagte Achim Kuhl vom federführenden Gewerbeverein. „Ich denke schon, dass man mit dem Auto als des Deutschen liebstes Kind die Leute hinter dem Ofen hervorlocken kann“, fügte Kuhl an. Und ob, denn es dauerte nicht lange, schon waren die etwa 100 Karossen umlagert. Erstmals gab es Motorräder zu sehen und auch Mitglieder vom Oldtimer-Stammtisch in Leipzig fuhren mit so manchem Nobelhobel aus alten Tagen vor. Das Interesse war breit gefächert. „Ein neues Auto ist für mich Illusion, aber mal sehen, vielleicht kann ich etwas gut Gebrauchtes nachfragen“, machte sich der 23-jährige Alexander Beyer Hoffnung. Klaus Bertram könnte ein E-Mobil begeistern. „Wenn es da nicht noch so viele Unbekannte geben würde. Reichweite, Ladestationen, Anschaffungspreis“, hatte er viele Fragezeichen im Köcher.

Florian Kreissl wäre ein schlechter Autoverkäufer, wenn er all diese Bedenken nicht zerstreuen könnte. „Richtig ist, die E-Mobilität steckt noch ein Stück weit in den Kinderschuhen. Aber es kommt auf die Nutzung des Fahrzeuges an. In Ballungsgebieten ist man da schon gut aufgestellt“, sagte der Experte mit einem Dreizack-Stern auf der Brust und hatte freilich ein passendes Modell der B-Klasse mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern parat. Was dennoch für manche Besucher nur Vision sein dürfte, ist für andere einfach nur Nostalgie. Etwa der „Barockengel“, ein BMW 501, wie er Mitte der 50er Jahre vom Band rollte. „Mein Jahrgang, da haben wir uns doch alle gut gehalten. Oder?“, scherzte Robert Suski und verriet, nur der Oldtimer wegen aus Leisnig gekommen zu sein.

Von Frank Schmidt

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