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Grimma Dorf der Jugend in Grimma wird außer der Reihe gefördert
Region Grimma Dorf der Jugend in Grimma wird außer der Reihe gefördert
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00:34 26.02.2018
Die Alte Spitzenfabrik in Grimma. Quelle: Thomas Kube
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Landkreis Leipzig/Grimma

Bis vor zwei Jahren wurde das Dorf der Jugend von der Diakonie Leipziger Land als Träger betrieben. Neben den Aktivitäten in der Alten Spitzenfabrik musste sich Mitarbeiter Tobias Burdukat damals noch um das Kinder- und Jugendhaus Come In, die Dirtbike-Piste im Stadtwald und das Teletubbyland kümmern. Da Burdukat mit dem Dorf der Jugend voll ausgelastet war, blieb die eigentliche Jugendarbeit in Grimma auf der Strecke.

Jugendausschuss stimmt zusätzlicher Förderung zu

Bereits im Vorjahr gab es deshalb grünes Licht, das Dorf der Jugend außerhalb der eigentlichen Jugendhilfeplanung zu fördern. Unter Trägerschaft des Fördervereins für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit entstand eine 30-Stunden-Stelle, die zusätzlich zu den bestehenden Angeboten der Jugendarbeit in Grimma finanziert wird. Der Förderverein hatte bereits im Vorjahr einen Zuschuss des Landkreises erhalten, um den Sozialpädagogen zu finanzieren. Und auch in diesem Jahr wird das Dorf der Jugend nicht ohne Förderung auskommen.

Auf der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses gab es einstimmig grünes Licht, rund 40 000 Euro Personalkosten zu übernehmen, weitere 11 000 Euro werden über Drittmittel aufgebracht. Beigeordnete Ines Lüpfert sprach von einem großen Bekanntheitsgrad. Das Dorf der Jugend strahle auch auf den Landkreis aus und habe nicht nur für Grimma Bedeutung. Die zentrale Aufgabe bestehe darin, als Beteiligungsprojekt der Jugendarbeit im Landkreis zu wirken.

Nachhaltige Struktur in der Kinder- und Jugendarbeit

In den vergangenen drei Jahren haben sich viele Jugendliche dem Projekt angeschlossen, eigene Ideen eingebracht. Ziel sei, eine Lücke in der Angebotsstruktur zu schließen, einen Freiraum zu schaffen und zudem eine lebendige, nachhaltige und autarke Struktur der Kultur- und Jugendarbeit im ländlichen Raum aufzubauen.

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Gepostet von Dorf der Jugend am Sonntag, 18. Februar 2018

Mitarbeiter Tobias Burdukat berichtete, dass konkrete Ziele im Rahmen einer Zukunftswerkstatt gemeinsam mit Schülern der Grimmaer Schulen besprochen werden sollen. Generell wurde die Notwendigkeit gesehen, den Treffpunkt sozialpädagogisch zu begleiten, um der Exklusivität der Jugendgruppen entgegenzuwirken und den Generationswechsel zu unterstützen.

Tobias Burdukat vor der Fahrradwerkstatt im Dorf der Jugend. Quelle: Frank Prenzel

Im Sozialraum Region Grimma/Muldental werden aktuell vier Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit durch den Kreis mitfinanziert. Das Dorf der Jugend stellt ein fünftes eigenständiges Projekt dar, das als innovative Beteiligungsform gilt. Dem Pilotprojekt wurde eine weitere Förderung bis 31. Dezember 2018 bewilligt. Aktuell gelte es, so das Jugendamt, mit dem Träger in einen Dialog über weitere konkrete Ziele für 2018 zu treten.

Dem soll mit Unterstützung weiterer Mittel aus dem Kreis-Etat Rechnung getragen werden.

Von Simone Prenzel

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