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Grimma Doris Tittel verleiht Flügel
Region Grimma Doris Tittel verleiht Flügel
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05:00 08.05.2010
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. Die Vielfliegerin litt zwischen Himmel und Erde bislang Höllenqualen.

„Dabei hatte ich es immer geschafft, bis zum letzten Moment ruhig zu bleiben. Aber sobald die Triebwerke aufheulten, gab es Momente, da habe ich geweint. Ich musste mein Gesicht bedecken, damit niemand meine Tränen sah, weil ich mich doch schämte." Ausgerechnet im bodenständigen Muldental sollte die bekannte Überfliegerin Hilfe finden.

Doris Tittel ist ein großer Fan der mittelalterlichen Musik von Maite Itoiz und John Kelly. Sie hatte früher eine eigene Veranstaltungsagentur und war bei der Grimmaer Liederflut deshalb als Künstlerbetreuerin eingesetzt: „2007 lernte ich die beiden hinter der Bühne am St. Augustin-Gymnasium näher kennen. John sprach mit mir über Maites Problem. Ich versprach zu helfen", erinnert sich Doris Tittel, die sich zum Ernährungsberater und Energietherapeuten ausbilden ließ.

So eignete sie sich auch die 5000 Jahre alte Methode der Klopfakupunktur an. „Im Körper gibt es verschiedene Meridiane – am Kopf, am Schlüsselbein, unterm Arm und an den Händen." Da die Spanierin Maite mit ihrem Mann in der Nähe von Pamplona lebt, setzte die Muldentalerin auf die Fernbehandlung. „Denn der Hilfe suchende Mensch muss nicht unbedingt neben mir sitzen, um mit dem Finger klopfen zu können. Ich selbst kann es auch über die Distanz für ihn tun. Oder derjenige wendet die Technik bei sich an. Ich glaube fest an die Telepathie. Man spricht über jemanden und bums geht die Tür auf, und der Betreffende steht vor einem."

Immer wenn Maite und John zu Auftritten in Sachsen eingeflogen waren, schauten sie bei Doris Tittel vorbei. Unlängst sangen sie in der Grimmaer Muldentalhalle, als die Band Karussell ihr umjubeltes Comeback feierte. Beide übernachteten auch bei Doris Tittel.

Anfangs war Maite sehr skeptisch: „Ich respektiere solche Dinge. Da ich in den letzten Jahren sehr viel Vertrauen in die Menschen allgemein verloren hatte, schenkte ich der Methode zunächst keine besondere Aufmerksamkeit." Umso größer ihre Freude, nachdem es doch funktionierte. „Schon nach vier Flügen griff ich an Bord nicht mehr nach der Hand meines Mannes, fühlte mich entspannt und weinte auch nicht mehr." Inzwischen könne sie sogar aus dem Bullauge schauen, was sie nie zuvor getan hatte. Ob Einbildung oder nicht – das sei ihr egal. Auf jeden Fall ist sie dem Muldental sehr dankbar.

Erfahrungen mit Fernbehandlung sammelte Doris Tittel zuvor bei ihrer Tochter Norma, die drei Jahre in England lebte und neben Spinnenangst auch unter Allergie litt. „Ja, es klappt. Sogar bei Prüfungsängsten. Ein Mann kam zu mir, der schon sechs Mal durch die praktische Fahrprüfung fiel." Die Klopfakupunktur habe auch hier die Blockaden gelöst: „Mein Gegenüber muss eben nur wollen."

 

 

Haig Latchinian

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