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Grimma Dozenten der Sommerakademie stellen seit Sonntag in Kaditzsch aus
Region Grimma Dozenten der Sommerakademie stellen seit Sonntag in Kaditzsch aus
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05:00 27.07.2010
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. Die vier diesjährigen Mallehrer haben einen Namen und sind namhaft: Wolfram Ebersbach, Katrin Kunert, Hans Aichinger und Jörg Ernert.

Kristina Bahr, künstlerische Leiterin der Denkmalschmiede Höfgen, freute sich zu Beginn der Vernissage, dass in diesem Jahr nicht Zeichnung und Grafik, sondern nach langer Zeit auch wieder Malerei aus Leipzig ausgestellt werden kann. Und die Freude darüber nimmt zu, wenn man erlebt, wie diese Malerei präsentiert wird. Eine Malerin und vier Maler. Man erwartet vier Komplexe. Dem ist nicht so. Es hängt bunt durcheinander. Sieht man von den Werken des Wolfram Ebersbach ab, er ist ein Meister der Nuancen der schwarzen Farbe, so ist dies sogar wörtlich gemeint. Und hinzu kommt, neben keinem der Bilder sind Titel und Autor vermerkt. „Glaube nicht dem Künstler, glaube seinem Werk", soll der britische Schriftsteller D. H. Lawrence einmal gesagt haben.

Vielleicht haben die beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Esther Niebel und Carolin Modes, auch von der absurden Diskussion um die zu kleinen „Beipackzettel" zu den Bildern von Neo Rauch in der aktuellen Ausstellung in Leipzig gehört und deshalb auf diese Beschriftungen verzichtet. Dafür bekommt jeder Besucher vor dem Rundgang durch die Galerie ein Verzeichnis der Hängung in die Hand. Dieses sollte er aber erst einmal versteckt halten und sich dem Erlebnis der Bilder hingeben. Er wird die verschiedenen Sichtweisen der vier Künstler schnell erkennen. Und alle kommen von der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Lehren dort oder haben dort gelehrt. Aber wer ist wer? Jetzt kann die Sehhilfe durch die Ausstellung zur Hand genommen werden.

Katrin Kunert, Jahrgang 1962, ist präsent mit Landschaftsbildern. Viele sind in der Umgebung von Höfgen entstanden. In dem zweiwöchigen Sommerkurs betreut sie den Themenkomplex „Von der Skizze zum Bild". Jörg Ernert, Jahrgang 1974, zeigt eigene Interpretationen der Gemälde berühmter Künstler wie Rubens oder Botticelli. Und das in einer expressiven Malweise mit Acrylfarben. Sein Angebot für die Sommerakademie nennt sich deshalb auch „Nachbilder". Hans Aichinger, Jahrgang 1959, ist realistischer Maler im besten Sinne des Wortes. Die Anatomie der menschlichen Form in ihrem Leide – aber auch in ihrer Freude – ist sein Metier. Fast fotografisch genau sind seine Ölmalereien und seine Aquarelle. Kein Wunder, dass sich sein Angebot zur Sommerakademie „Figur und Anatomie" nennt. Wolfram Ebersbach, Jahrgang 1943, sieht Strukturen und Formen und in diesen die Perspektive. Für ihn heißt Kunst weglassen, und weglassen wird zur Kunst.

Kuratorin Esther Niebel, selbst Teilnehmerin des Malsommerkurses und von Höhenangst geplagt, schilderte zur Ausstellungseröffnung plastisch ihr Schwindelgefühl, das sie beim Blick auf ein Gemälde von Wolfram Ebersbach ereilte. Sein Angebot im Kurs lautet „Licht und Raum". 30 Teilnehmer sind bundesweit angereist, um bis zum 7. August an dieser kleinen Meisterakademie teilnehmen zu dürfen. Die Ausstellung ist bis zu 29. August zu sehen. Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. Sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Klaus Peschel

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