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Dreigestirn organisiert Martinimarkt in Grimma: Handwerk in der Klosterkirche

Markttreiben Dreigestirn organisiert Martinimarkt in Grimma: Handwerk in der Klosterkirche

Der 12. Martinimarkt findet am 12. und 13. November statt. Wie für Besucher vertraut, geben sich Modedesigner, Schmuckgestalter, Töpfer, Holzgestalter und Filzer für eine Vielzahl an kunsthandwerklichen Schöpfungen aus der Region wieder in der Klosterkirche ein Stelldichein. Organisator ist dieses Mal nicht die Stadt, sondern die Handwerker und Händler selbst.

Beliebter Anziehungspunkt für Kunsthandwerker: Der Martinimarkt wird dieses Jahr von den Ausstellern initiiert und findet wieder am 2. Novemberwochenende statt.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Der nunmehr 12. Martinimarkt soll in diesem Jahr am 12. und 13. November stattfinden. Wie für Besucher seit Jahren vertraut, geben sich Modedesigner, Schmuckgestalter, Töpfer, Holzgestalter und Filzer für eine Vielzahl an kunsthandwerklichen Schöpfungen aus der Region wieder in der Klosterkirche ein Stelldichein. „Beim Buchdrucker, Glasbläser, Spazierstockhersteller, Pfeifenmacher sowie Musikinstrumentenbauer erhält man Eindrücke vom fast vergessenen Handwerk.“ Darüber informierte Stadtsprecher Sebastian Bachran in einer kurzen Pressemitteilung.

Zwischen den Zeilen steht geschrieben, dass die Organisation und Durchführung fortan in den Händen der Aussteller liege. Denn die Stadt hebt ihrerseits die Hände, da sie sich „aus finanziellen und personellen Gründen“ von der Organisation und Durchführung des Kunsthandwerkermarktes zurückzieht. Das ist den Ausstellern und Händlern des Martinimarktes bereits im Februar – so formuliert – schriftlich mitgeteilt worden. Damit aber der sich in der Muldestadt etablierten Kunsthandwerkerszene nicht der Garaus gemacht wird, haben die Aussteller und Anbieter ihre Köpfe zusammengesteckt und beschlossen, den Martinimarkt in eigner Regie zu initiieren. Und so bildete sich mit Ulrike Andersch, Frank Niemann und Jacqueline Szegedy ein Dreigestirn, das sich vor den Karren des Martinimarktes spannt.

Aus dem sprichwörtlichen Dreck ziehen müssten sie dieses Kleinod der Kunsthandwerker nicht. „Das genießt in der Region einen sehr guten Ruf“, freut es die drei Initiatoren. „Und daran wollen wir anknüpfen. Wenn Sie so wollen, ist da auch eine gehörige Portion Eigennutz dabei, denn wir haben uns über die vielen Jahre eine gewisse Stammkundschaft herangezogen, die extra kommt und nicht enttäuscht werden soll“, spricht Ulrike Andersch im Namen der Kunsthandwerker die Motivation zum Weitermachen aus. Ihnen sei dabei wichtig, Bewehrtes zu erhalten. „Das heißt, wir laden nicht zu einem vorgezogenen Weihnachtsmarkt ein, sondern zu einem Herbstmarkt, der auch herbstlich bunt dekoriert sein wird“, stellt Jacqueline Szegedy unmissverständlich klar. „Natürlich wollen wir mit unseren Angeboten Geld verdienen, was wohl auch legitim ist. Aber der Martinimarkt hat seinen eigenen Charme und ist inzwischen ein Stück weit auch Kultur für Grimma. Sie zu bewahren, daran möchten wir mit unserem Engagement mitwirken“, fügt Ulrike Andersch an. Und so verkündet sie sichtlich stolz, dass schon jetzt etwa 40 Gewerbetreibenden und Kunsthandwerker ihr Kommen zugesagt habe. Weitere Interessenten können sich noch Donnerstag, bis 15. September, bei ihr unter Telefon 034382/ 42863 anmelden.

Ganz außen vor sei die Stadtverwaltung aber nicht, relativierte Bachran einen ersten Eindruck, der städtische Kulturbetrieb als bisheriger Organisator wolle sich aus der Verantwortung stehlen. „Wir bleiben als Stadt Veranstalter und geben den Händlern die uns mögliche logistische Unterstützung in der Vorbereitung, begleiten sie in der Pressearbeit und Werbung. Aber sich selbst zusammenzufinden und zu organisieren, dafür haben die Gewerbetreibenden des Martinimarktes nach all den erfolgreichen Jahren ein eigenes und gutes Netzwerk aufgebaut. Da müssen wir als Stadt nicht mehr mit einhaken“, so Bachran weiter.

Von Frank Schmidt

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Stadtverwaltung: Markt 16/17, 04668 Grimma

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