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Grimma Drin Immobilien, draußen Autos: Gleich zwei Messen in Grimma
Region Grimma Drin Immobilien, draußen Autos: Gleich zwei Messen in Grimma
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06:00 02.05.2016
Neue Technik für Alt und Jung: Auch Andreas Kühn nutzte mit Sohnemann Erik die Gelegenheit, sich die aktuellen Modelle der Grimmaer Autohändler anzuschauen. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

Es scheint sich herumgesprochen zu haben: Grimma ist nicht nur ein Plätzchen, an dem sich angenehm die (Frei-)Zeit vertreiben, sondern an dem es sich auch gut leben und wohnen lässt. Denn außergewöhnlich gut besucht war die erste Immobilienmesse, zu der die Stadt am Sonnabend parallel zum auf dem Markt vom Gewerbeverein veranstalteten zweiten Autofrühling ins Rathaus eingeladen hatte.

„Auch viele Familien mit Kindern haben die Gelegenheit genutzt, um sich über Baumöglichkeiten in der Stadt zu informieren“, sagte Stadtsprecher Sebastian Bachran, der jedoch einräumte, dass die Kommune selbst im Moment noch kein Bauland in einem größeren Umfang zur Verfügung stellen könne. „Wir haben rund 30 Grundstücke in Großbardau und Dürrweitzschen im Angebot, die Resonanz auf die Immobilienmesse ist für uns aber die Bestätigung dafür, dass es für eine Stadt wie Grimma noch nicht zu spät ist, um auf den Zug aufzuspringen und mittelfristig neues Bauland etwa in West oder auch in Hohnstädt zu schaffen.“

Möglicherweise werden davon auch Ute Hörig und Silvio Sperlich profitieren, die sich am Sonnabend im Grimmaer Rathaus umhörten. „Wir haben den Bau eines Eigenheimes im Auge, und Grimma ist für uns wegen der Landschaft und der gleichzeitig von Leipzig noch guten Erreichbarkeit eine Option“, so die beiden 46- und 48-jährigen Tauchaer.

Um zwischen der Mulde- und der Messestadt zu pendeln, bedarf es eines Pkws. Eine Vielzahl der aktuellen Modelle präsentierten die Grimmaer Händler zeitgleich auf dem Markt. Das Thema E-Mobilität indes spielte dabei nur bei den Anbietern von E-Bikes eine Rolle, während die regionalen Autohäuser ausschließlich mit Kraftstoff betriebene Modelle im Angebot hatten. Trotz des gerade von der Bundesregierung geschnürten Kaufprämienpaketes.

„Diese wird, wenn überhaupt, nur für den Absatz von Hybridfahrzeugen eine gewisse Bedeutung haben“, glaubt Marcus Linke, Geschäftsführer des gleichnamigen Opel-Autohauses. „Das reine Elektroauto hingegen wird sich damit des nach wie vor hohen Anschaffungspreises und der fehlenden Logistik wegen nicht puschen lassen.“ Dennoch sei er überzeugt davon, dass sich das Elektroauto früher oder später durchsetzen werde.

Bei Volkswagen hat man derweil andere Sorgen, nämlich die, das angekratzte Image der Dieselmotorenpalette wieder aufzupolieren. Spätestens mit dem neuen Tiguan, dem kleinen Bruder des SUV Touareg, soll das laut Jürgen Demel, Verkaufsleiter im Autohaus Muldental, gelingen. „Allerdings“, sagt er, „ spielt die Dieselthematik im Verkaufsalltag nur eine untergeordnete Rolle, weil die Kunden darauf vertrauen, dass die angekündigten Lösungen des Problems kommen und alle betroffenen Fahrzeuge nacheinander abgearbeitet werden.“

Von Roger Dietze

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