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Egon Pape hat gut lachen: Umsiedlung des FC Grimma rückt näher

Egon Pape hat gut lachen: Umsiedlung des FC Grimma rückt näher

Die Pläne für den Stadion-Ersatzbau in Grimma nehmen konkrete Formen an. Auf der jüngsten Stadtratssitzung stimmten die Grimmaer Stadträte für den Abriss der Bebauung auf dem ehemaligen Kasernengelände, Lausicker Straße, zu.

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Egon Pape zeigt sich in bester Laune: Zwei Jahre nach dem Hochwasser geht es endlich los mit dem Ersatzneubau. Der Abriss des Kasernengeländes ist geplant.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Dort soll das neue Domizil des FC Grimma entstehen. Seit dem Hochwasser 2013 trägt sich der Fußballverein mit Plänen zur Umsiedlung. Die Stadt Grimma unterstützt dieses Vorhaben. Zur Finanzierung des Projektes soll das Grundstück des Kunstrasenplatzes an der Wurzener Straße an einen Handelskonzern veräußert werden. Der Erlös kommt der Umsiedlung zugute. Das Projekt wird mit Rückbau des Stadions der Freundschaft nach vorläufigen Planungen zufolge mit fünf Millionen Euro veranschlagt.

Fast zwei Jahre dauert nun die Diskussion über die Stadienverlegung in Grimma an. Auf der jüngsten Stadtratssitzung ging sie weiter. Stadtrat Wolfgang Bludau (parteilos) äußerte sein Unverständnis darüber, dass perspektivisch der FC Grimma nicht nur das neue Stadion im Kasernengelände benutzen will, sondern auch noch beansprucht, den Nachwuchs im Stadion der Freundschaft zu trainieren, das jedoch künftig vorrangig für den Schulsport und die Abteilung Leichtathletik des SV Grimma zur Verfügung stehen soll. Die Amtsleiterin Jugend, Soziales, Kultur der Stadtverwaltung Grimma, Jana Kutscher, bestätigte, dass das im Belegungsplan berücksichtigt und mit allen Partnern abgestimmt sei. "Wir benötigen das Stadion der Freundschaft auch weiterhin, da am Standort Kasernengelände nur ein Rasenstadion und ein Kunstrasenplatz finanzierbar sind", erläutert Egon Pape der Präsident des FC Grimma. Gegenwärtig stünden dem Fußballverein drei Spielstätten zur Verfügung, welche derzeit maximal genutzt werden. Um den Nachwuchs ordentlich trainieren zu können, würden Zeiten im Stadion der Freundschaft gebraucht. "Denn eine wesentliche Stärke unseres Vereins besteht darin, dass der Spielbetrieb in allen Altersklassen durchgängig besetzt ist. Etwa zwei Drittel der Mitglieder sind minderjährig. So ist der FC Grimma mit seinen 317 Mitgliedern nicht nur der größte Verein im Muldental, sondern betreut damit auch die meisten Kinder und Jugendlichen", so Pape. Insgesamt zählten zwölf Mannschaften und zwei Spielgemeinschaften zum Verein, Tendenz steigend. "Dies ist eine Herausforderung, welcher sich derzeit 18 Trainer stellen", ergänzt Ossy mit bürgerlichen Namen Matthias Seifert (62). "Unser Verein hat einen Breitensportcharakter angenommen. Wir sorgen dafür, dass viele Kinder und Jugendliche sich in ihrer Freizeit sportlich betätigen", meint Ossy Seifert. Nachwuchsarbeit bedeute auch Grundsteinlegung für den perspektivischen Einsatz talentierter Spieler im Herrenbereich. Dazu trage die Einstufung von Grimma als DFB-Stützpunkt für den Nachwuchsbereich bei. So käme gegenwärtig ein beträchtlicher Teil des Spielkaders der ersten Mannschaft aus Grimma beziehungsweise der näheren Umgebung.

"Wir sind gegenwärtig besonders stolz, dass die Spieler trotz der provisorischen Bedingungen in unseren Spielstätten ihr Bestes geben", sagt Egon Pappe. Es mache derzeit keinen Sinn, die bestehenden Gebäude mit Umkleide- und Sanitärräumen zu sanieren, da der zwei- oder dreigeschossige alte Gebäudeteil zurückgebaut werden soll, um die Betriebskosten der perspektivischen Nutzung vor allem für den Schulsport und die Leichtathletik anzupassen. "Mit dem Provisorium müssen wir noch eine Weile leben", sagt er. Er gehe davon aus, dass Baubeginn 2016 realistisch sei und die Einweihung des Stadions Ende 2017 erfolgen könnte, da bis zu diesem Zeitpunkt die Fördermittel abgerechnet werden müssen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.08.2015
Cornelia Braun

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