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Ehemalige Stasizentrale in Grimma wird zum betreuten Wohnen umgebaut

DRK betreibt das Objekt ab Juli Ehemalige Stasizentrale in Grimma wird zum betreuten Wohnen umgebaut

Betreutes Wohnen, Pflegedienst und Tagesbetreuung für Senioren wird es ab Juli in der Beiersdorfer Straße 1a-c in Grimma geben. Das Objekt wird derzeit von den Eigentümern, ETG Bierling Tryka GbR, aufwendig saniert. So sollen 24 altersgerechte, zum Großteil barrierefreie 2- und 3-Raum-Wohnungen entstehen.

Noch stehen die Gerüste: In der Beiersdorfer Straße 1a-c entstehen 24 Wohnungen.

Quelle: Kube_t

Grimma. Betreutes Wohnen, Pflegedienst und Tagesbetreuung für Senioren wird es ab Juli in der Beiersdorfer Straße 1a-c in Grimma geben. Das Objekt wird derzeit von den Eigentümern, ETG Bierling Tryka GbR, aufwendig saniert. So sollen in der ehemaligen Stasi-Zentrale und dem Wehrkreiskommando 24 altersgerechte, zum Großteil barrierefreie Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen entstehen. Für den Service rund um das Objekt wird den Bewohnern das DRK-Muldental als kompetenter Partner zur Verfügung stehen. Ebenso wird das DRK-Team des Ambulanten Pflegedienstes Grimma dort seinen neuen Standort beziehen. „Das in diesem Objekt zusätzlich entstehende Seniorenzentrum bietet nicht nur den Bewohnern, sondern auch allen Interessierten aus Grimma und Umgebung vielfältige Angebote, wie zum Beispiel Veranstaltungen, Vorträge oder gesellige Stunden in der Gemeinschaft. Zusätzlich entsteht eine Tagesbetreuung nach dem beliebten Angebotsvorbild von Nerchau“, sagt Bettina Belkner, Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes im Muldental.

„Wir waren erfreut über das große Interesse an unserem ersten Informationstag für Mietinteressierte“, so André Bierling, der gemeinsam mit Erik Tryka einen siebenstelligen Betrag in den Umbau der Beiersdorfer Straße 1a-c investiert. „Erworben haben wir das Objekt 2003. Es wurde vor dem Krieg gebaut und war einst ein Pensionat für Mädchen. Nach der Wende wurde es vom THW genutzt und stand dann leer“, erzählt er. Nach dem Krieg sei nur das Mittelgebäude unzerstört geblieben. „Deshalb ist dieser Teil denkmalgeschützt. Es gab bestimmte Auflagen der Denkmalbehörde zu erfüllen“, sagt der Bauherr. „Wir haben das gesamte Objekt bis auf die Grundmauern entkernt“, ergänzt Erik Tryka. Es wurde eine Pellet-Heizung installiert. „Sie ist eine erneuerbare Energiequelle und in Betrieb und Wartung mit Öl- und Gasheizungen vergleichbar“, so Bierling. In den bereits fertiggestellten Wohnungen entdeckt man auch keine Heizkörper, da die Wohnungen mit Fußbodenheizung ausgestattet sind. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mittels eines Reglers eingestellt. LED-Leuchten sorgen für angenehmes Licht. Die Sanitäranlagen sind nach modernsten Gesichtspunkten gestaltet, bei denen ebenerdige Duschen zum Standard gehören. „Ab Juli werden die ersten Mieter einziehen“, freut sich die DRK-Fachbereichsleiterin Pflege Steffi Schrader. Sie können sofort die DRK-Hilfs-, Beratungs- , Betreuungs- und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. „Bei einer selbstständigen Lebensführung erhalten die Bewohner bei Bedarf umgehende Hilfeleistung. So gibt es eine Notrufbereitschaft rund um die Uhr. „Wir beraten die Bewohner auch bei der Erledigung von Behördenangelegenheiten und unterstützen sie bei der Planung von gesundheitlichen oder geselligen Aktivitäten“, wirbt Steffi Schrader. Wahlleistungen wie hauswirtschaftliche, pflegerische, krankenpflegerische Dienste oder sonstige Leistungen wie Fahr- und Begleitdienst können ebenfalls vereinbart werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Bewohner das Seniorenzentrum im Haus nutzen. „Das Betreute Wohnen“ kann die Betreuung und Pflege in einem Pflegeheim nicht ersetzen, wohl aber hinauszögern und bei Unterstützung durch Angehörige sogar verhindern“, erklärt Bettina Belkner. Gleichzeitig kündigte sie an, dass das DRK Muldental im nächsten Jahr ein ähnlich gelagertes Senioren-Projekt in Bennewitz anbieten wird.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 03425/896610 oder www.drkmuldental.de

Von Cornelia Braun

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