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Ehemaliger Trebsener Feuerwehr-Förderverein lädt zu seinem ersten Fest

Nach Austritten Ehemaliger Trebsener Feuerwehr-Förderverein lädt zu seinem ersten Fest

Mit einem Herbstfest will der Verein Kultur und Jugend Trebsen (Kuju) am Wochenende zeigen, dass er noch existiert, unter anderem Namen und mit neuem Ziel. Es handelt sich um den ehemaligen Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, der sich nach einem heftigen Streit innerhalb der Floriansjünger umbenannt und die Satzung geändert hat.

René Faber mit etlichen Akten. Unter seiner Regie formierte sich der ehemalige Förderverein der Feuerwehr zum Verein Kultur und Jugend Trebsen um.

Quelle: Thomas Kube

Trebsen. Mit einem Herbstfest will der Verein Kultur und Jugend Trebsen (Kuju) am Wochenende zeigen, dass er noch existiert, wenn auch unter anderem Namen und mit neuem Ziel. Es handelt sich um den ehemaligen Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, der sich nach einem heftigen Streit innerhalb der Floriansjünger umbenannt und die Satzung geändert hat. Inzwischen gibt es einen neuen Förderverein der Wehr, der seinerseits für November ein Herbstfest plant.

Der Stadtrat hatte im April vergangenen Jahres Daniel Rudolph zum neuen kommissarischen Leiter der Trebsener Feuerwehr gemacht, der damit den geschassten Stefan Kroschky ersetzte. Aus Protest traten vier Männer aus der Feuerwehr aus, darunter Fördervereinschef René Faber. Unter seiner Regie formierte sich der Verein mittels eines Rechtsbeistands um. „Die Satzungsänderung ist notariell beglaubigt, wir sind im Vereinsregister eingetragen und bleiben gemeinnützig“, sagt der 31-jährige Kuju-Vorsitzende, dessen Stellvertreter Kroschky ist.

„Nachdem wir ein Jahr lang nichts veranstaltet haben, wollen wir wieder Fuß fassen“, fährt er fort. „Früher richteten wir das Maibaumsetzen sowie das Kinder- und Parkfest aus, unterstützten das Neujahrs- und Osterfeuer. Nun wollen wir mit dem Herbstzauber zeigen, dass es uns noch gibt.“ Von den 20 Mitgliedern seien die meisten im alten Förderverein organisiert gewesen, einige neue seien aber auch hinzugekommen. Für nächstes Jahr wären mehrere kleinere Veranstaltungen angedacht. „Die Ideen müssen aber noch konkretisiert werden, bevor wir öffentlich davon sprechen können“, erklärt Faber.

Die jeweiligen Erlöse sollen nach seinen Worten in die Jugend- und Kulturförderung gehen, zum Beispiel an die Schule, Kindertagesstätten oder für den Spielplatzbau. „Vorstellbar wäre aber auch, die Jugendfeuerwehr bei Anschaffungen oder Veranstaltungen zu unterstützen“, sagt er. Aus der Satzung allerdings ist die grundsätzliche Förderung der Feuerwehr getilgt.

Ziel, so Faber, sei eine Zusammenarbeit des Kuju mit allen Vereinen der Stadt und der Ortsteile. „Da nehmen wir den neuen Förderverein der Feuerwehr nicht aus, auch wenn dieser zurzeit keine Kooperation will“, erklärt er. Diesen Fakt bestätigt Marcel Kießig, der dem Förderverein Feuerwehr Trebsen 2015 – so der korrekte Name – vorsteht. „Unsere Mitglieder haben entschieden, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Zusammenarbeit nicht realistisch ist“, hält er fest und kündigt an, am 5. November ein eigenes Herbstfest auf die Beine zu stellen. Die Traditionen des Maibaumstellens sowie des Kinder- und Parkfests habe seine Truppe ohnehin schon in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Stadt übernommen.

Faber möchte, dass die alten Geschichten begraben werden. Ganz so einfach ist das jedoch nicht, denn nach LVZ-Informationen ist vorm Verwaltungsgereicht noch ein Rechtsstreit anhängig. Kuju-Vizechef Kroschky klagte gegen die Stadt, weil sie ihn im Laufe des vergangenen Jahres aus der Feuerwehr ausgeschlossen und ihm ein Hausverbot fürs Depot erteilt hatte.

Auch zur Frage, wie mit dem Vermögen des alten Fördervereins umgegangen werden soll, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die Gruppe um Faber und Kroschky hatte seinerzeit das Equipment, darunter den Maibaum, aus dem Gerätehaus ausgelagert, was für einen öffentlichen Aufschrei sorgte und den damals noch amtierenden Bürgermeister Stefan Müller (CDU) veranlasste, das Wort Sabotage in den Mund zu nehmen. Auch wenn momentan niemand ein Statement abgeben will, scheint das letzte Wort über die Zuordnung des Eigentums noch nicht gesprochen zu sein.

Faber freut sich zunächst, dass sein Verein mit dem Material des alten Vereins das neue Fest am Sonnabend im kleinen Park ausrichten kann. „Wir haben zwei große Zelte und können 100 Quadratmeter überspannen, dazu zwei Imbissstände und eine Bude fürs Glücksrad und Büchsenwerfen“, zählt er auf. In einem dritten Zelt könnten die Besucher passend zu den vier Vereinsbuchstaben Kuju ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Logos malen. Der beste Entwurf werde prämiert und solle übernommen werden. Der Eintritt zum Herbstfest sei frei.

Von Frank Pfeifer

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