Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Ein Birkenfest hat nicht jeder
Region Grimma Ein Birkenfest hat nicht jeder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 10.05.2010
Anzeige

. Doch eine Königin wurde erstmals gekrönt: Die Birkenkönigin. Im Grunde wollten die Initiatoren damals, dass sich ihr Frühlingsfest schon durch den Namen ein wenig von denen der Region abhebt. Maienfeste und Frühlingsfeiern gibt es allerorten. Birken jedoch machen rund 13 Prozent des Baumbestandes im Colditzer Forst aus und stehen im Mai als Symbol der erwachenden Natur. Das und noch mehr zur Geschichte des Birkenfestes konnten die Besucher in einer Ausstellung in der Schlossstube erfahren. Die Arbeitsgruppe Stadtchronik hatte in Archiven gestöbert und Material sehenswert aufgearbeitet. Gedränge gab es in der Schau zwar nicht, dafür waren die Offerten der anderen Vereine und Händler zu verlockend, doch ab und gönnte sich ein Gast diese informative Erholungspause. Hier war Gelegenheit Kraft zu tanken, um sich draußen wieder ins Getümmel zu stürzen.

Denn allein beim Zuschauen oder Zuhören musste es kein Besucher belassen. Der Colditzer Tanzkreis zum Beispiel forderte die Besucher auf, sich einzureihen und selbst einen irischen Volkstanz auszuprobieren. Zwei trauten sich. Die Frau hatte die Schritte ruckzuck drauf. Der Mann tapste zunächst noch ein bisschen unbeholfen. Doch dann schwang auch er im Takt, und als selbst der Kopf ins Wiegen kam, war ihm der Spaß richtig anzumerken. Freude hatten beim Birkenfest aber nicht nur Tanzlustige. Wer Musik mochte, war schon mal auf der sicheren Seite. Hier kamen die verschiedensten Geschmäcker auf ihre Kosten. Ob Liedertafel, Schalmeien, Chöre, Schülerbands oder Orchester – die Organisatoren des Birkenfestes hatten einheimische Akteure und Ensemble der Region auf die Bühnen geholt.

Vereine, die weniger kulturell ambitioniert waren, sorgten für das leibliche Wohl der Gäste oder machten Lust, Hobbys zu entdecken oder wieder zu beleben. Die Frauen vom Strickclub Colditz klapperten eifrig mit den Nadeln und hatten angesichts des Sonnenscheins den Riesenschal eingerollt ins Körbchen verbannt. An einem Prachtstück mit einer Länge von 23 Metern hatten sie in den vergangenen Wochen gearbeitet. Was nun aus ihm werden wird, wusste noch niemand so genau. Die Idee des Bürgermeisters war aufgegriffen worden, nun hieße es abwarten. Der nächste Winter käme bestimmt.

Conny Hanspach

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trebsen. Doris Tittel verleiht Flügel. Und nicht nur das. Sie sorgt zudem dafür, dass sich auf Wolke sieben nicht der Magen rumdreht. So befreite die Mitarbeiterin im Trebsener Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege sogar Sängerin Maite Itoiz, die Frau des einstigen Frontmanns der Kelly-Family, von Flugangst.

08.05.2010

Grimma. Der Abend zum Thema Rechtsextremismus im Rathaussaal in Grimma gestaltete sich interessant für die Podiumsteilnehmer. Die Jugendlichen, die zum Diskutieren und Fragen gekommen waren, wurden jedoch enttäuscht.

08.05.2010

[image:phpDNta3c20100506111011.jpg]
Naunhof. Die Kooperation des Museums für historische Bürotechnik Naunhof mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HWTK) Leipzig trägt Früchte.

07.05.2010
Anzeige