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Grimma Ein-Euro-Jobber ackern für die Grimmaer Tafel
Region Grimma Ein-Euro-Jobber ackern für die Grimmaer Tafel
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00:37 27.07.2015
Nerchauer Tafelgärten: Jörg Brückner (li.) und Eberhard Bodenstein sorgen in der Kleingartensparte Farbenfroh dafür, dass die Tomaten gut wachsen. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Nerchau

Seit Mai pflanzen sie Gemüse für Bedürftige in Nerchau an.

"Es ist erstaunlich, wie viele Bürger unseren Aufruf folgten und Pflanzen und Sämereien für diese Gärten spendeten", sagt Henriette Pusch-Bommert (29), die gemeinsam mit Michaela Dünger (35) die Ein-Jobber-Projekte betreut. So kamen allein durch Spendenaufrufe in den lokalen Medien wie der Leipziger Volkszeitung 400 Tomatenpflanzen zusammen. "Wir holten ganze Autoladungen unter anderem in Wermsdorf, Mutzschen, Bennewitz, Nitzschka, Nerchau und Grimma ab", so Michaela Dünger. Auch spendeten die Firma Kupsch, Pflanzen- und Gartenmarkt in Nerchau und Landhandel Bufe aus Gornewitz Pflanzen für diesen wohltätigen Zweck. Henriette Pusch-Bommert, die die Teilnehmer in Nerchau betreut, lobte vor allem die ausgezeichnete Qualität der Pflanzen. "Allerdings wären sie nicht so gut gewachsen, wenn dafür nicht die Teilnehmer gesorgt hätten", sagt sie. Dazu gehören Jörg Bruckner und Eberhard Bodenstein. "Es war eine Menge Arbeit, da wir die Gärten erst von Unkraut befreien und die Beete für die Pflanzen in kurzer Zeit vorbereiten mussten", erzählt Jörg Bruckner, der in der Kleingartensparte selbst einen Garten bewirtschaftet. "Wir mussten noch einen Garten instand setzen, um alle gespendeten Pflanzen unterbringen zu können", ergänzt Henriette Pusch-Bommert von der Stadtverwaltung Grimma. "Die Teilnehmer sind vorwiegend aus der Region", erzählt Michaela Dünger. Zusätzlich stelle das Jobcenter Sachkosten zur Verfügung. "Davon können wir Arbeitssachen und Arbeitsmittel kaufen", erklärt Henriette Pusch-Bommert. Ende Juni konnte die erste Ernte erfolgen. "Dabei kamen bis jetzt 90 Kilogramm Kartoffeln, 19 Kilogramm Tomaten, elf Kilogramm Zucchini, 26,5 Kilogramm Radieschen, 12 Kilogramm Rettiche, 90 Stück Salatköpfe, sieben Kilogramm Rhabarber und sechs Bündel Pfefferminze auf den Tisch von Bedürftigen", berichten Daniel Mähr und Ingeborg Meinert, die ebenfalls als Ein-Euro-Jobber für die Bewirtschaftung der Gärten in Nerchau sorgen und die Erntestatistik führen. "Jeden Mittwoch kommen Mitarbeiter der Tafel, um das Gemüse und Kräuter abzuholen", ergänzt Henriette Pusch-Bommert. "Seit einigen Jahren bauen wir von Mai bis Oktober in Kleingärten, die nicht verpachtet sind, unter anderem Tomaten, Zwiebeln und Radieschen an, die dann an die Grimmaer Tafel geliefert und dort an Bedürftige verteilt werden", sagt Oberbürgermeister Matthias Berger. Derzeit beschäftigt die Stadt Grimma 31 Ein-Euro-Jobber. Sie sind unter anderem in Kindereinrichtungen, im Hort, in der Bücherei, als Unterstützung der Hausmeister und im Bauhof für sechs bis neun Monate je nach Maßnahme beschäftigt. "In den Gärten wirken die Teilnehmer neun Monate, da solange eine Saison dauert", ergänzt Henriette Pusch-Bommert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2015
Cornelia Braun

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