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Ein Jahr zertifiziertes Wundzentrum in Grimma

Komplexe Behandlung für pflegebedürftigen Patienten Ein Jahr zertifiziertes Wundzentrum in Grimma

Seit einem Jahr hat sich im Kreiskrankenhaus Grimma, das zu den Muldentalkliniken gehört, auf der Sta­tion Chirurgie II ein zertifiziertes Wundzentrum eta­bliert, welches es in dieser Form nur einmal in Sachsen gibt. Das Wundzentrum ist spezialisiert auf die Behandlung von Patienten mit chronischen, schlecht heilenden Wunden bei pflegebedürftigen Patienten.

Schwester Jana Schmidt und Oberarzt Stefan Vehlow ziehen positive Bilanz von ein Jahr zertifiziertes Wundzentrum Grimma.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Seit einem Jahr hat sich im Kreiskrankenhaus Grimma, das zu den Muldentalkliniken gehört, auf der Sta­tion Chirurgie II ein zertifiziertes Wundzentrum eta­bliert, welches es in dieser Form nur einmal in Sachsen gibt. Das Wundzentrum ist spezialisiert auf die Behandlung von Patienten mit chronischen, schlecht heilenden Wunden, etwa Unterschenkelgeschwüre, Durchblutungsstörungen bei Zuckerpatienten und dem sogenannten Dekubitus bei pflegebedürftigen Patienten.

„Wundzentren sind deutschlandweit im Trend, weil man erkannt hat, wie wich­tig und notwendig diese spezielle Be­handlungsform ist. Nur sind nicht alle Wundzentren zertifiziert“, weiß Gundula Kienemund von der Unternehmenskommunikation der Klinik. „Wir verfügen als einzige Kli­nik in Sachsen, ja sogar in Mittel­deutschland über dieses Zertifikat der Initiative Chronische Wunden (ICW), das auf drei Jahre befristet ist und dann neu erworben werden muss.“ Damit sei eine stete Kontrolle zur Ein­haltung aller relevanten und strengen Kriterien verbunden, die einen hohen Behandlungsstandard sichert, lässt Gundula Kienemund aufhorchen.

Mitnichten habe man damit das Fahr­rad neu erfunden, da die Wundbehand­lung in der medizinischen Betreuung so neu nicht ist. „Wir haben im Krankenhaus Grimma schon viele Jahre Patienten mit chronischen Wunden behandelt. Dafür stehen uns alle modernen medizinischen Untersuchungsverfahren und ärztlichen Spezialisten zur Verfügung. Die Etablierung eines zertifizierten Wundzentrums war die logische Konsequenz für die noch bessere Behandlung unserer Patienten“ erklärt der promovierte Oberarzt im Wundzen­trum, Stefan Vehlow. Möglich ist es, etwa 80 Prozent die­ser Befunde zu beheben. Trotz kom­plexer Behandlung sei es illusorisch, so Vehlow, „dass alle Patienten geheilt werden können, aber wir können für die restlichen Patienten eine Verbesserung der Lebensqualität erzielen.“ Für den Heilerfolg bedarf es der Mitwirkung der Betrof­fenen und deren Angehörigen, weshalb diese in die Behandlung einbezogen werden. Denn Schwester Jana Schmidt weiß als die pflegerische Leitung des Wundzentrums, dass die persönlichen Lebensumstände eine gewichtige Rolle für den Behandlungserfolg spielen. „Das Pflegepersonal erstellt einen individuellen Pflegeplan unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des Patienten. Außerdem schulen und beraten wir die Patienten zum Umgang mit ihrer Erkrankung. Dies betrifft zum Beispiel Rauchen, Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Krampfaderleiden.“

Ein Jahr Wundzentrum sei deshalb ein Erfolgsprojekt, „weil die Patienten ganzheitlich betreut werden, indem andere Spezialisten und Fachärzte wie Internisten und Kardiologen eingebunden werden, um zu sehen, welche weiteren Beschwerden vorliegen, die Auswirkungen auf die Wundheilung haben. Noch schonender und schmerzärmer wird die Wundpflege mit der Einführung eines Ultraschall-Wundreinigers ablaufen. Die Behandlungen basieren auf medizinischen Leitlinien ärztlicherseits sowie auf dem Expertenstandard zur Pflege von Patienten mit chronischen Wunden – all das wird aufeinander abgestimmt“, zieht der Oberarzt eine positive Bilanz des zertifizierten Wundzentrums, in dem drei extra ausgebildete Wundmanager, insgesamt 15 regelmäßig geschulte Wundpflegekräfte und drei Ärzte tätig sind.

Zu diesem Thema findet am Montag zwischen 10 bis 14 Uhr eine Telefonsprechstunde unter 03437/9938684 statt.

Von Frank Schmidt

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