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Grimma Ein Leckerli hilft immer
Region Grimma Ein Leckerli hilft immer
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05:00 03.09.2010
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. Gemeinsam mit 301 anderen Kindern der Grundschule Bücherwurm hat sie am Wochenende ihre großen Auftritt. Dann heißt es Manege frei! für die kleinen Akrobaten, Clowns und Dompteure. „Wenn‘s mal nicht so gut klappt, dann hilft immer ein Leckerli", sagt der achtjährige Max. Seine Aufgabe: Eine Ziege zum Klettern bewegen. Und balancieren soll sie auch noch. „Mit den Ziegen, das geht schon, meint er. Nur der Bock hat meistens keine Lust." Sturrer Bock eben. Und Felix, elf Jahre, meint: „Ja, der ist manchmal echt ganz schön faul. Wir sollen ihn dann am Bauch kraulen, haben uns die Cassellys gesagt." Funktionieren würde das tatsächlich. „Ich weiß aber nicht, ob der Ziegenbock das so gern mag oder ob er einfach kitzelig ist und deswegen in die Gänge kommt", fragt sich Felix. „Aber egal, Hauptsache, er macht, was wir sagen und blamiert uns bei der Aufführung nicht", meinen die Kinder. Die Idee des Bielefelder Mitmach-Zirkus Casselly ist dabei folgende: „Die Kinder sollen hier lernen, im Team zu arbeiten und auf andere Rücksicht zunehmen. Deshalb sind die Gruppen immer altersgemischt. Die Großen sollen die Kleineren etwas an die Hand nehmen. Alle sind gemeinsam für ihren Auftritt verantwortlich", so Doris Kaselowsky, Leiterin des Zirkus‘. Und stolz sollen die Kindern natürlich sein. „Jedes Kind kann etwas. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn kurz bevor die Moderatoren – ebenfalls Schüler – die erste Ansage machen und es gleich los geht. Dann sitzen alle immer ganz gespannt da, konzentrieren sich und machen große Augen", sagt Diana Kaselowsky, eine von acht Töchtern, die von klein auf Zirkusluft atmen und seit zehn Jahren ihre Leidenschaft für die Manege an Kinder weitergeben. Deren Liebling ist übrigens Hündin Molly. „Brave, eine ganz Brave bist du", flüstert es schon hinterm Vorhang und die Hundekuchentüte knistert. „Die weiß schon, was sie machen muss", lacht der siebenjährige Tim. Er selbst hat sich aber trotzdem nicht für eine Dompteuraufgabe entschieden, sondern für Körperbeherrschung. Am Trapez schwebt er durch die Luft und zeigt, dass er schon als Grundschüler seine Mukis spielen lassen kann. Dann ist Phillip an der Reihe. Ob das klappt, dass er seinen Einsatz nicht verpasst? Die Arme müssen im richtigen Moment oben sein, das Bein ausgestreckt, sonst ist der Mond nicht zu sehen. Denn auch der geht am Wochenende im Zirkuszelt auf. „So nennen wir das Kunststück, dass wir in einem großen Reifen machen", erklärt er. Es sind eben auch echte Sternchen in der Manege. Aufführungen für die Eltern und weitere Gäste: Freitag, 18 Uhr, Sonnabend 10 und 13 Uhr. Das Zelt steht am Broner Ring. Eintritt: Erwachsene sechs, Kinder vier Euro.

Magdalena Fröhlich

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