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Eine ganze Stadt aus dem Häuschen

Eine ganze Stadt aus dem Häuschen

Trebsen. Das hat es wohl in Trebsens 850-jähriger Geschichte in dieser Form noch nicht gegeben. Die Muldestadt zeigte sich mit einem bunten und lebensfrohen Festumzug von ihrer besten Seite und gab so für das eine ganze Woche lang frenetisch gefeierte Jubiläum ihre Visitenkarte ab.

. Zeitiges Kommen sollte die besten Plätze entlang der etwa zwei Kilometer langen Umzugsstrecke sichern.

Denn während sich der Festzug mit seinen 90 Bildern noch in der Aufbauphase befand, ging die Suche nach dem besten Platz los. „Wir haben schon eine unruhige Nacht gehabt, weil wir nicht wussten, wo am besten postieren", gaben Rosemarie und Werner Ludwig zu. Aber sie sollten nicht die einzigen mit diesem Problem sein. Und auch nicht die einzigen, die mit eigenen Sitzgelegenheiten anrückten, um es sich bequem zu machen.

Nur im Marktbereich standen gleich zwei Tribünen, eine relativ große für das Volk und eine kleinere für geladene Ehrengäste. Und drum herum war ein Gewimmel wie an der Tour de France-Strecke, wo sich die Massen auf der Fahrbahn wie ein Reißverschluss zusammenzogen, weil jeder vor dem andern sein wollte, um das zu sehen, was da kommen soll. Doch pünktlich 11 Uhr wurden die Leute mit einem gewaltigen Donnerschlag wie Hühner aufgeschreckt, der Weg für den Festumzug wurde von Wolfgang Scholz vom Schützenverein mit einem Böller sozusagen freigeschossen. Damit setzte sich eine fröhlich-farbige Karawane mit 1000 Protagonisten in Bewegung. Sie alle bildeten eine gelungene Fortsetzung des Filmabends mit Bernd Fichtner in der Kulturstätte und der Fotoschau von Klaus Höckendorff, die im Schloss spannende Bilder aus alten Zeiten zeigt. Doch mit dem Festumzug wurde sinnbildlich ein neuer Film gedreht, gar mit dem Anspruch auf Vollständigkeit. Detlef Hörig als Chef der AG Festumzug im Festkomitee sowie seine Crew, wenn man so will der gesamte Drehstab des oscarreifen Filmes, hatten es fertiggebracht, die gesamte 850-jährige Historie der Stadt Revue passieren zu lassen. Und die wurde von Achim Burchert wortreich kommentiert. Zu sehen waren Bilder aus Zeiten, in denen die Welt scheinbar noch in Ordnung war. Aber auch Bilder, die an die weniger schönen Zeiten erinnern. In den Hauptrollen vor allem die Trebsener Einwohner, die wohl noch lange darüber sprechen werden.

 

 

 

 

 

Frank Schmidt

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