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Grimma Eine konzertierte Aktion vieler Großbothener Einwohner beim Jubiläums-Marathon
Region Grimma Eine konzertierte Aktion vieler Großbothener Einwohner beim Jubiläums-Marathon
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06:00 22.08.2016
Tête-à-tête der Kapitäne: Wolfgang „Paule“ Seguin (l.) von der Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg und Andreas Broy vom Großbothener Team tauschten Wimpel aus. Quelle: Roger Dietze
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Grimma/Großbothen

Einen wahren Jubiläums-Marathon bestritten die Großbothener am Wochenende. Parallel zum 725-jährigen Bestehen des Ortes begingen der Heimatverein und die Happy-Junior-Band jeweils ihr 20-Jähriges, derweil der FSV Grün-Weiß Großbothen 90 Jahre Fußball im Grimmaer Ortsteil zum Anlass für eine Einladung der besonderen Art genommen hatte. Nämlich die an die Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg.

Sie sollte gegen jene Mannschaft des gastgebenden Vereins antreten, der in der Saison 1992/’93 der Aufstieg in die Bezirksklasse gelungen war. Die Europapokal-Helden von 1974 (2:0 gegen den hoch favorisierten AC Mailand im Pokal der Pokalsieger) siegten 7:1, den Ehrentreffer für Großbothen erzielte Heiner Geißler. „Wir könnten gut und gerne 20 Spiele dieser Art im Jahr bestreiten, beschränken uns aber auf maximal zwölf“, berichtete Jürgen Brennecke, der die Traditionsmannschaft um die ostdeutsche Fußball-Legende Joachim „Achim“ Streich, Endspiel-Torschütze Wolfgang Seguin und Martin Hoffmann seit zehn Jahren leitet.

Und insbesondere Letzterer, der für den Kult-Club von der Elbe 256 Meisterschaftsspiele bestritt, seiner kaputten Knie wegen heute aber nicht mehr auflaufen kann, steht stellvertretend dafür, warum dem sportlichen Engagement der Magdeburger Altstars – abgesehen von ihrem zum Teil schon fortgeschrittenen Alter – Grenzen gesetzt sind. „Wir laborieren mehr oder weniger alle an den Spätfolgen unserer Fußballkarrieren, auch weil die Behandlungsmethoden zu unserer aktiven Zeit noch ganz andere waren“, so der 61-Jährige.

Apropos aktiv: Diesbezüglich haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Großbothener auf unterschiedlichen Feldern hervorgetan. Unter ihnen wählte das Organisationsteam des Jubiläumsfestes vier aus, denen am Freitagabend die Ehrung zum verdienten Bürger respektive zur verdienten Bürgerin zuteil wurde.

So Ralf Sachse, der seit 1974 im Kulturbund tätig gewesen ist und 20 Jahre im Gemeinderat und als Ortsvorsteher am kommunalen Geschehen mitwirkte. Ferner Marion Kühnel, die sich seit vielen Jahren im Förderverein der Grundschule, Hort und Kindertagesstätte Großbothen engagiert und ehemaliges Gemeinderats- und aktuelles Ortschafts-Mitglied ist. Sowie die langjährige Übungsleiterin bei den Großbothener Sportfrauen, Angelika Gasteiger. Schlussendlich in den Genuss der Ehrung kam das sich um den Großbothener Friedhof ebenso kontinuierlich wie liebevoll kümmernde Ehepaar Christine und Frank Polster aus der Kirchgemeinde.

Neben der Ehrung umfasste das Programm der Auftaktveranstaltung am Freitagabend unter anderem Reden des Landrates a. D., Gerhard Gey, und von Oberbürgermeister Matthias Berger sowie einen Auftritt der Chorvereinigung Thümmlitzwald. Musikalischer Hauptakteur am Sonnabend war die Happy-Junior-Band, die einen Auftritt der Großbothener Kindertagestätte „Spatzennest“ am Rotsteg begleitete.

Parallel ließ ein buntes Programm mit Kinderreiten, Kegelwettkämpfen, einer Seifenblasenshow, einer Hüpfburg, einer Tombola sowie einem Löscheinsatz der Freiwilligen Feuerwehr mit historischer Technik schwerpunktmäßig die kleinen Besucher des Jubiläumsfestes auf ihre Kosten kommen, bevor dieses am Sonntag mit einem gemeinsamen Festgottesdienst der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und der evangelisch freikirchlichen Gemeinde sowie einer Museumsführung im Wilhelm Ostwald-Park zu Ende ging.

„Das Fest war eine konzertierte Aktion einer großen Zahl von Großbothenern und fast aller Vereine“, fasste der Heimatvereinsvorsitzende Frank Engelhardt die 725-Jahr-Feier zusammen. Bereits ein Wochenende zuvor hatte sie im Ortsteil Schaddel begonnen.

Von Roger Dietze

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