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Grimma Eldorado Mutzschen: Experte fachsimpelt über funkelnde Diamanten
Region Grimma Eldorado Mutzschen: Experte fachsimpelt über funkelnde Diamanten
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11:57 01.03.2018
Leidenschaft für Steine: Achatsammler Harry Rost (68) stellt seine Schätze der Öffentlichkeit als Mutzschener Diamanten vor. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Mutzschen

August der Starke habe die in der Region vorkommenden Achate, um die es in dem Vortrag eigentlich geht, zu Mutzschener Diamanten erklärt. Und der aus Nerchau stammende, jedoch seit 1970 in Mutzschen lebende Harry Rost, weiß darüber viel Spannendes zu berichten. Er sammelt seit gut zehn Jahren Gestein aus Mineralformationen, arbeitet sie auf und präsentiert diese nun auch der Öffentlichkeit. "Einfach mal, um den Leuten zu zeigen, welche unscheinbaren Schätze wir hier in der Region rund um Mutzschen haben", nannte der Sammler seine Motivation.

Dass Mutzschen ein Eldorado für Fossiliensammler ist, wird mit einem bekannten sächsischen Spruch untermauert, der bei Insidern in aller Munde ist. "Ein Städtlein gibt's im Sachsenland, das ist gebaut auf Diamant." Doch das muss schon genügen für eine Fundstellenbeschreibung für Mutzschener Diamanten. "Sie können mich alles fragen, aber bitte nicht, wo ich diese Steine gefunden habe", stellte Rost gleich in den Raum. Nur soviel ließ der 68-Jährige wissen, dass seine Sammlung sehr viel Gestein sowohl aus Mutzschen als auch aus ganz Sachsen umfasst. "Natürlich gibt es Achate auch in anderen Regionen - Thüringen, Tschechien und so weiter. Aber das ist alles zu weit und wird zu viel. Wenn man sich nur auf die Region Nordsachsen konzentriert, da hat man genug zu tun", grenzt Rost ein Reich ein. Nur zehn Minuten oder eine Viertelstunde Fahrzeit würden genügen, um an seinen "streng geheimen Sammelpunkten" zu sein. "Ja, wenn Sie so wollen, ist das wie bei Pilzsammlern, die genau wissen, wo sie ihren Korb mit guten Pilzen voll bekommen", stellte er einen trefflichen Vergleich an. Allerdings gelten dafür strenge Regeln, weil diese Gesteine als Bodenschätze gelten und nicht einfach so aus dem Boden geholt werden dürfen. "Ich agiere nur an der zulässigen Bodenoberfläche, wo ein Abtragen bis zu einer Tiefe von 50 bis 60 Zentimetern erlaubt ist. Aber wenn irgendwo durch Bauarbeiten Bagger etwas tiefer graben, werden für uns Sammler ganz legal neue Fundpunkte erschlossen", sagt Rost.

Das ganz große Geld sei mit den Mutzschener Diamanten nicht zu machen. "Die Bearbeitung der Steine ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Das sind ja in ihrer Urform runde Steine, die mit Spezialwerkzeugen getrennt, mehrfach geschliffen und poliert werden müssen. Erst dann haben sie einen bestimmten Wert - für mich in erster Linie ideellen Wert", sagte Rost. Natürlich würde es auch richtige Börsen geben, auf denen es dann richtig zur Sache geht. "Aber Millionär kann man damit wohl nicht werden. Obwohl meine Frau immer wieder feststellt, dass wir steinreich sind", scherzte der Experte.

Frank Schmidt

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