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Elektronischer Fahrschein: Kunden testen e-Ticketing

Elektronischer Fahrschein: Kunden testen e-Ticketing

LANDKREIS LEIPZIG. Wer mehr Leute zum Umsteigen auf Bus und Schiene bewegen will, muss sich Gedanken machen, wie der Fahrscheinkauf einfacher funktioniert.

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Der VDV eTicket Service ist die gemeinsame Regiegesellschaft des deutschen ÖPNV für elektronisches Ticketing.

Quelle: Daniel Naupold

. Die Regionalbus Leipzig GmbH, das kreiseigene Nahverkehrsunternehmen mit Sitz in Deuben, probiert derzeit ein neues Bezahlsystem aus - vorerst für Stammkunden. "Auf einer unserer Linien, der 107, läuft derzeit der Testbetrieb für das sogenannte e-Ticketing", erläutert Andreas Kultscher, Geschäftsführer der Regionalbus Leipzig GmbH. Hinter dem Begriff verbirgt sich der elektronische Fahrscheinkauf. Adressaten sind Stammkunden, also Inhaber einer Abonnenten-Chipkarte.

"Für den Fahrgast ist e-Ticketing eine komfortable Sache", betont Kultscher. "Bislang musste der Kunde immer Marken auf seine Karte kleben, diese nervige Kleberei entfällt - das e-Ticket ersetzt künftig die bisherigen Wertmarken." Ein versehentliches "Graufahren", weil vergessen wurde, die neue Marke zu kleben, könne ebenfalls nicht mehr vorkommen. Zudem sei es möglich, eine verlustig gegangene Karte sofort sperren zu lassen.

Für das Busunternehmen ist die Sache gleichfalls interessant: Langfristig erhofft man sich eine Senkung der Betriebskosten und insgesamt schnellere Abläufe. Bei der Einführung des neuen Systems handelt es sich um ein MDV-weites Projekt. Die Nahverkehrsunternehmen, die im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes und damit in drei Bundesländern liegen, führen das e-Ticket nach und nach ein. Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben zum Beispiel sind die Chipkarten bereits im Gebrauch. "Auf der Linie 107 testen wir nun, ob auch unsere Abonnenten-Chip-Karten mit e-Ticketing funktionieren", so der Chef der Regionalbus Leipzig GmbH, deren Bediengebiet den gesamten Landkreis umfasst. Der dreiwöchige Testbetrieb, der am 14. September startete, wurde durch Aushänge und Flyer bekannt machen. "Die Busse sind an der Frontscheibe beziehungsweise der vorderen Tür an dem blauen e-Symbol zu erkennen. Dieses ist deutschlandweit einheitlich." Auch an den Haltestellen der Regionalbuslinie werden die Kunden auf den Testbetrieb hingewiesen, erläutert Andreas Kultscher. "Die 107 ist eine unserer stärksten Linien", begründet der Geschäftsführer die Auswahl des Testparcours fürs e-Ticket. "Zwischen Zwenkau, Markkleeberg und Connewitz rollen die Busse im Stundentakt und befördern überdurchschnittlich viele Stammkunden." Da sich das e-Ticketing erst einmal nur auf diese Zielgruppe bezieht, gilt die Route als ideale Versuchsstrecke. Lesegeräte im Bus können erkennen, ob der Kunde gezahlt hat. Dafür hält er seine Chipkarte an die Leseeinheit des Bordrechners, der sich vorn beim Busfahrer befindet. "Ist alles in Ordnung, leuchtet eine grüne Lampe auf."

Die Vorbereitungen für den elektronischen Fahrschein liefen bereits vor rund zehn Jahren an. Unter Federführung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wurden die Grundlagen geschaffen. Letztlich dienen die Anstrengungen alle einem Ziel: die Zugangsbarrieren zum Öffentlichen Personennahverkehr zu senken. Anliegen ist, dass E-Tickets auch verbundübergreifend einsetzbar sind. Der Kunde eines Verkehrsunternehmens in der Stadt A soll künftig auch in der Stadt B, die einem anderen Versorgungsgebiet angehört, den ÖPNV mit E-Ticket nutzen können.

Die Regionalbus Leipzig GmbH steht bei der Einführung noch ganz am Anfang. "Unser Ziel ist erst einmal, den Testbetrieb erfolgreich zu absolvieren und zu klären, wo sich möglicherweise technische Probleme ergeben", so Kultscher. Für die Zukunft sei geplant, das e-Ticketing auf die gesamte Flotte auszuweiten. "Im kommenden Jahr soll dafür vorerst im Schülerverkehr ein Probelauf starten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2015

Simone Prenzel

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