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Grimma Elektroschaltanlagen Grimma expandiert am früheren Areal der Russen-Kaserne
Region Grimma Elektroschaltanlagen Grimma expandiert am früheren Areal der Russen-Kaserne
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16:23 20.04.2017
Blick in die neue Werkshalle am Broner Ring 30. Der Elektroanlagenmonteur Patrick Frauendorf montiert einen Anschluss für Stromschienen. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Zu einem der Marktführer in Deutschland hat sich die ESA Elektroschaltanlagen Grimma GmbH auf dem hart umkämpften Gebiet der Elektroindustrie  entwickelt. Mit steigenden Umsatzzahlen steigt auch der Platzbedarf am Standort der  Hauptniederlassung am Broner Ring in Grimma. Am 28. April erfolgt die feierliche Inbetriebnahme der vierten Werkhalle. 1,3 Millionen Euro investierte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge in die neue Halle, die 2200 Quadratmeter groß ist.  „Wir sind nun bis an den Tennisplatz am Broner Ring herangerückt“, so der Geschäftsführer Jörg Gaitzsch. „Die Erweiterung unserer Produktions- und Lagerfläche war dringend erforderlich, da wir in den vergangenen drei Jahren überdurchschnittliches Wachstum im In- und Ausland zu verzeichnen hatten. Mit der neuen Halle entsteht mehr Raum für unsere Produktion und die Lagerbestände“, ergänzt Thomas Beckert, Technischer Redakteur der ESA. „Durch den Anbau vergrößerte sich auch die Anlieferungszone. Als nächstes soll ein neues Lagerwirtschaftssystem eingeführt werden“, freut sich Sven Möbius, stellvertretender Lagerleiter der ESA. Er hat derzeit alle Hände voll zu tun, da der Umzug ab dem 21. April vonstatten gehen soll.

Mit dem Anbau bereiteten sich die Firmengründer Wolfgang Reinker und Jörg Gaitzsch ein besonderes Geburtstagsgeschenk. Denn  vor 25 Jahren unterzeichneten sie in den Wirren der Wendezeit den Gesellschaftervertrag.  Als gute Techniker stürzten sie sich mit vier Mitarbeitern als unerfahrene Ossis in Sachen Betriebswirtschaft in die Marktwirtschaft am Prophetenberg in Grimma . Der erste „Groß“-Auftrag umfasste gut 50 Anschlusskästen für elektrische Weichenheizung in Berlin. Darauf folgte der erste Rahmenvertrag mit der Deutschen Reichsbahn. Noch im gleichen Jahr erhöhte sich die Mitarbeiterzahl auf 15, die einen Jahresumsatz von 1,2 Millionen DM produzierten. Derzeit liegt der durchschnittliche Jahresumsatz bei 38,5 Millionen Euro. Derzeit arbeiten am Standort in Grimma 330 festangestellte Mitarbeiter, die gut ausgebildet sind. Da gute Fachkräfte auf dem Markt rar sind, bildet das Unternehmen selbst aus.

Im Jahr 2002 waren die Mitarbeiter auf das Areal der früheren Russen-Kaserne, am Broner Ring, gezogen.  Gegenwärtig sind im Unternehmen 13 Auszubildende. „Im Übrigen sind zurzeit 18 Facharbeiter und Ingenieure aus europäischen und afrikanischen Staaten  beschäftigt und haben sich sehr gut integriert“, meint Thomas Beckert.  Zehn von ihnen kommen aus Spanien und weitere aus Bosnien-Herzegowina, aus Libyen, Marokko, Rumänien und China.  Für diese Mitarbeiter  wurde  zum Beispiel ein Deutschkurs in der Firma angeboten, es gab auch Hilfe bei Behördengängen und Unterstützung bei der Wohnungssuche.

Denn das  Wachstum und den Erfolg verdankt die ESA in erster Linie ihren engagierten Mitarbeitern. „Ihre Ideen, ihr Einsatz und ihre Kompetenz führten zu erstklassigen innovativen Produkten, zum Beispiel bei patentierten Lösungen zur sicheren Stromversorgung in Krankenhäusern oder für die Infrastruktur der schienengebundenen Verkehrswege“, erklärt Thomas Beckert.  „Die hohe Qualität unserer Schaltanlagen Made in Germany ist auch der Erfolgsgarant im Exportgeschäft. Seit 2015 ist unser Rep Office in Shanghai für den Vertrieb in China, Vietnam und Malaysia verantwortlich. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, in die Türkei, nach Ungarn, Polen und nach Russland“,  so Jörg Gaitzsch. Das Unternehmen sehe sich mit seinen Investitionen auf dem richtigen Weg, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Nach wie vor würden deshalb Facharbeiter und Ingenieure gesucht.

www.esa-grimma.de

Von Cornelia Braun

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