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Eltern fordern Tempo 30 vor Altenhainer Kindertagesstätte

Protest Eltern fordern Tempo 30 vor Altenhainer Kindertagesstätte

Ein Tempolimit für alle Kraftfahrer fordern Eltern vor der Kindertagesstätte „Die Dorfspatzen“ in Altenhain. Die Stadt will es beim Landratsamt beantragen, stellte vorerst aber schon mal einen Smiley-Automaten auf. Allerdings an der falschen Straßenseite.

Die Altenhainer fordern eine durchgängige Begrenzung auf 30 km/h für alle Kraftfahrer vor der Kindertagesstätte in der Grimmaer Landstraße

Quelle: Thomas Kube

Trebsen/Altenhain. Ein Smiley feixt sich eins seit Donnerstag Nachmittag an der Grimmaer Landstraße in Altenhain. Allerdings nur, wenn Autofahrer die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten. Wenig zum Lachen zumute ist hingegen besorgten Müttern und Vätern, die dort regelmäßig ihre Sprösslinge zur Kindertagesstätte bringen. Sie fordern ein Tempolimit, das kontrolliert wird.

Anfang der Woche bat die Elternratsvorsitzende Sabine Sauer den Stadtrat, eine verkehrsberuhigte Zone für den Bereich der Kita bis zur Bushaltestelle einzurichten. Zurzeit dürfen dort Lastwagen höchstens 30 Kilometer pro Stunde fahren, für alle anderen Motorisierten gilt die innerörtliche Maximalgeschwindigkeit  50. Doch selbst daran, so Sauer, würden sich viele nicht halten.

Diesen Fakt bestätigt Susanne Mund, Leiterin der Kita „Die Dorfspatzen“. „Lastwagen wie auch Busse kommen hier schneller als die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde durch. Und davon gibt es seit der Einführung des neuen Fahrplans und der Straßensperrung in Ammelshain deutlich mehr“, schildert sie. „Das ist gefährlich, denn Kinder können sich, wenn sie geholt oder gebracht werden, auch mal von der Hand der Eltern losreißen. Außerdem kommen manche Kindergarten- und Hortkinder ganz alleine. Und wir gehen mit den Kleinen spazieren.“

Im Stadtrat, dem Mund angehört, ist die Problematik nicht nur einmal angesprochen worden. Nach ihrer Kenntnis habe das Landratsamt, das für die Kreisstraße verantwortlich ist, Hinweise erhalten, aber die Situation als „nicht so brisant“ dargestellt. In der Behörde allerdings will niemand etwas davon wissen. Es liege „weder ein Antrag noch eine Information vor“, teilt Landratsamtssprecherin Brigitte Laux mit. „Sofern ein Antrag eingeht, wird dieser geprüft und danach entschieden.“

Diese Antwort verwundert Petra Strauß, bis 2013 im Sachgebiet Ordnung und Sicherheit des Trebsener Rathauses tätig. „Wir hatten Tempo 30 beziehungsweise die Einrichtung eines Fußgängerübergangs mehrfach beantragt, aber das wurde nicht genehmigt“, erinnert sie sich. Als Kompromiss kam das Schild ,Achtung Kinder!’“. Dieses rote Dreieck ist sogar höherwertig als eine Geschwindigkeitsbegrenzung, denn es verlangt vom Fahrer, jederzeit seinen Wagen zum Stehen bringen zu können.

Wegen des jetzigen Elternprotestes will die Trebsener Hauptamtsleiterin Romy Sperling trotzdem noch mal nachhaken. „Wir beantragen die 30 erneut, machen mit Landratsamt und Polizei einen Vororttermin und veranlassen Geschwindigkeitsmessungen“, versprach sie.

Am Donnerstag ließ Sachbearbeiter Frank Erfurth den Smiley-Automaten von der Weinbergsiedlung nach Altenhain bringen, der Rasern ein grimmiges und ordentlichen Fahrern ein lächelndes Gesicht zeigt. „Allerdings“, so räumt er ein, „müssen wir ihn an der eigentlich falschen Straßenseite anbringen, also an der Turnhalle ortsauswärts in Richtung Seelingstädt.“ Nur dort gibt es Masten zur Befestigung des Geräts.

Optimal findet das niemand, denn die Raser kommen nicht von der Kreuzung im Dorfzentrum her, sondern aus Seelingstädt auf gerader Strecke – ohne Verkehrsinsel oder ein anderes Hindernis – ins Dorfzentrum gedonnert. Dennoch begrüßt Sauer, dass sich überhaupt etwas tut, betont aber: „Trotz Smiley fordern wir weiter die 30 für alle.“ Denkbar sei für sie auch, Rüttelstreifen auf der Fahrbahn anzubringen.

Von Frank Pfeifer

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