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Grimma Ende 2012 soll die Geschichte enden
Region Grimma Ende 2012 soll die Geschichte enden
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15:00 16.07.2010
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. Jahrelang verschob sich das Ende der Bauarbeiten nach hinten. Nun ist die Fertigstellung fest terminiert: Im Jahr 2012 soll die Geschichte ihr Ende finden.

Das Justizministerium rechnet fest damit, dass die Sanierungsarbeiten definitiv im vierten Quartal 2012 abgeschlossen sein werden. Dies sagte Matthias Lau, stellvertretender Pressesprecher des Ministeriums, auf Anfrage der LVZ. Auch der Umzug des Amtsgerichtes von seinem provisorischen Standort in der Grimmaer Bahnhofsstraße soll dann möglichst zeitnah erfolgen. Es wird den größten Teil der Immobilie in Beschlag nehmen. Für die Zweigstelle der Leipziger Staatsanwaltschaft sind zwei Etagen des Kornhauses vorgesehen. Die Pforte mit Poststelle, die Bibliothek und die Sozialräume werden beide Einrichtungen gemeinsam nutzen.

Erheblich erhöht haben sich aber die Kosten für die Sanierung. „Die Baumaßnahme wurde mit Gesamtbaukosten in Höhe von 14,5 Millionen Euro vom Sächsischen Staatsministerium der Finanzen genehmigt", so Lau. Demnach wird die Sanierung rund 1,5 Millionen Euro teurer, als bei einer ersten Grobschätzung veranschlagt worden war. Als Grund nennt das Ministerium, dass „zusätzliche Leistungen, wie etwa der Einbau des Verbindungsganges zwischen Schlossgebäude und Kornhaus, Mehraufwendungen infolge des Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt Grimma und die nachträgliche Erhöhung der Schildmauer zu berücksichtigen waren".

Wie diese Mehrkosten getragen werden sollen, ist laut Justizministerium noch nicht entschieden. Lau verwies dabei auf das Finanzministerium, das für die Kompensation der zusätzlichen Kosten zuständig sei. Sicher ist nur, dass nicht kurzfristig am Personal für das Amtsgericht gespart werden wird. „Ein Mittelbedarf kann jedenfalls nicht durch kurzfristige Einsparungen beim Personal ausgeglichen werden", sagte Lau.

Ursprünglich sollte nicht erst im vergangenen Jahr mit der Sanierung begonnen werden. Schon 2004 sollten die Bauarbeiter im Schloss anrücken. Dann entbrannte aber ein Streit um den Wiederaufbau des Schlosses, der das Projekt um mehrere Jahre zurückwarf. Hintergrund war die Annahme, dass die vorhandenen Schlossgebäude für den Platzbedarf von Gericht und Staatsanwaltschaft nicht ausreichen würden.

Immer noch nicht geklärt ist, wie mit der Zweigstelle des Amtsgerichtes in Wurzen umgegangen wird, wenn das Schloss endlich im neuen Glanz erstrahlt. Auch das Justizministerium hält sich weiterhin bedeckt. „Eine endgültige Entscheidung über die Schließung der Zweigstelle und deren Umzug ist noch nicht getroffen worden", sagte Lau. Kai Kollenberg

Kai Kollenberg

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