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Entscheidung fällt für Ausbauvariante der Walziger Kreuzung

Stadtrat Trebsen Entscheidung fällt für Ausbauvariante der Walziger Kreuzung

Von einem „Stück gelebter Demokratie“ sprach zur jüngsten Stadtratssitzung Matthias Leipner. „Wir Walziger konnten anfangs gar nicht glauben, dass nach unserer Meinung gefragt wird. Aber die Stadt stellte uns rechtzeitig alle Unterlagen zur Verfügung, die den Ausbau der Bundesstraßenkreuzung bei uns betreffen. So konnten wir über die drei Varianten diskutieren“, lobte er.

Ein neuer Radweg an der B 107 soll die Fahrt für Radler sicherer machen.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Von einem „Stück gelebter Demokratie“ sprach zur jüngsten Stadtratssitzung Matthias Leipner. „Wir Walziger konnten anfangs gar nicht glauben, dass nach unserer Meinung gefragt wird. Aber die Stadt stellte uns rechtzeitig alle Unterlagen zur Verfügung, die den Ausbau der Bundesstraßenkreuzung bei uns betreffen. So konnten wir über die drei Varianten diskutieren“, lobte er.

Die Walziger hatten sich für die Version entschieden, die auch der Technische Ausschuss für die beste befunden hatte. Nun folgte der Stadtrat einstimmig diesen Empfehlungen. Vorgesehen ist, den Geh- und Radweg vom Stadtausgang um 300 Meter bis nach Walzig zu verlängern. Dort wird die Einmündung der Straße „An der Aue“ in die B 107 großräumig ausgebaut. In diesem Zuge sollen die Bushaltestellen, von denen sich eine auf Bennewitzer Flur befindet, in Richtung Trebsen verlagert werden – damit die Walziger die ihrem Ort gegenüberliegende besser erreichen, erhalten sie auf dem Weg dorthin eine Verkehrsinsel in der Mitte der Bundesstraße.

Weil sich die Planungen noch in ihrem Anfangsstadium befinden, sind Modifizierungen möglich. So bat der Neichener Landwirt Olaf Kupfer darum, die Querungshilfe so zu gestalten, dass schwere Technik ohne Probleme von Walzig her auf die Bundesstraße einbiegen kann. Die Walziger selbst, so Bauamtsleiterin Marika Haupt, würden die Bushaltestellen gern noch ein Stück weiter in Richtung zu ihrem Ort gerückt sehen, damit sie nicht so weit laufen müssen. Außerdem solle die Stadt ein Tempolimit von 50 Kilometern pro Stunde im Kreuzungsbereich fordern. Sollte das bei den zuständigen Behörden nicht durchsetzbar sein, müssten aus Sicht der Walziger Rüttelstreifen auf die Fahrbahn aufgebracht werden.

„Für mich erschließt sich nicht die Notwendigkeit der ganzen Maßnahme angesichts von elf Radfahrern“, wandte Manfred Müller (Bürgerinitiative für eine sichere Zukunft) ein. Mit dieser Zahl berief er sich auf eine Verkehrszählung im August 2016, bei der zwischen 14 und 18 Uhr das knappe Duzend Radler zwischen Trebsen und Walzig registriert wurde. Mit seinen Bedenken stand der Abgeordnete jedoch allein da. „Wir wollen sogar einen Radweg von Grimma bis Bennewitz, unser Stück wäre der erste Abschnitt“, erwiderte Bürgermeister Stefan Müller (CDU). Und Birgit Bendix-Bade (Gemeinsame Zukunft Trebsen/Altenhain/Neichen/Seelingstädt) meinte: „Wir sollten jeden Radwegbau unterstützen. In diesem Falle hat er sogar den Vorteil, dass er uns nichts kostet.“

In der Tat muss die Stadt noch nicht einmal die Planung bezahlen. Sie hat sie nur organisatorisch übernommen, weil das eigentlich zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) dafür momentan keine freien Kapazitäten bei sich sieht. Indem die Kommune in die Bresche springt, hofft sie, das Verfahren beschleunigen zu können. Grundsätzlich, so Haupt, führe das Lasuv den Radweg nach Walzig in der obersten Priorität.

Lediglich ein Wunsch der Walziger könnte die Stadt zu Ausgaben veranlassen. Sie möchten, dass der Radweg bis zu ihrem Wohngebiet beleuchtet wird. „Dafür wären wir dann allein zuständig“, erklärte Bürgermeister Müller.

Von Frank Pfeifer

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