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Grimma Entwicklungshelfer zeigt in Grimma Fotos von Tansania
Region Grimma Entwicklungshelfer zeigt in Grimma Fotos von Tansania
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15:22 09.11.2018
Im Veranstaltungsraum vom Punkthochhaus 9 in Grimma-Süd zeigt Heinz Kitsch Bilder aus Tansania. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Im Veranstaltungsraum vom Punkthochhaus 9 in Grimma-Süd ziert jetzt eine neue Fotoausstellung die Wände. Der Dresdner Heinz Kitsche präsentiert dort Reportagefotos von Lernreisen nach Tansania. Der Autor ist Mitglied vom Arbeitskreis „Entwicklungshilfe“, die sich schon 1972 unter den Namen „Aktion Lepradorf“ und „action five“ in den Studentengemeinden der Stadt Dresden gründete. Damals, um dem Lepradorf Ifakara in Tansania materiell zu helfen.

Entwicklungshelfer schließen sich Netzwerk an

Die Gruppe erkannte bald, dass sich die Kluft zwischen armen und reichen Ländern nur durch strukturelle und wirtschaftliche Ordnungen beeinflussen lässt. Folgerichtig brachte sich der Arbeitskreis in das INKOTA-Netzwerk und in der Vorwendezeit in den gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen in der DDR ein und wirkte an der Bildung entwicklungspolitischer Initiativen in der DDR, in Sachsen und Dresden an führender Stelle mit.

Die Ausstellung im Punkthochhaus 9 in Grimma-Süd. Quelle: Thomas Kube

Anfang 1999 gründete sich der Verein als eigenständige, juristische und gemeinnützige Person. Seine Ziele bestehen in der Förderung von Projekten und Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit sowie der entwicklungspolitischen Bildung in den Industrieländern. Derzeit ist er in Iringa in ein Projekt involviert, dass die Vergabe von Kleinkrediten zur Existenzgründung an 200 Familien fördert.

Kleinstkredite für die Ärmsten

Das wird konkret bei den Lernreisen von Heinz Kitsche: „Wir haben die ärmsten Familien mit einem Kredit im Wert von 100 Euro versorgt, wenn sie eine Idee für nachhaltige Geschäftstätigkeiten vorweisen konnten.“ Das betraf vornehmlich Erwachsene, die Kinder aus ihrer Verwandtschaft aufgenommen haben, deren Eltern an Aids gestorben waren. „Die einen haben einen kleinen Einkaufsladen eröffnet, andere wurden Friseur oder auch Tischler. Selbst das Züchten von Hühnerküken wurde ein geschäftlicher Erfolg, wie auch die Anschaffung einer Nähmaschine für entsprechende Schneiderarbeiten“, berichtet Kitsche. Die Rückzahlung konnte auf Raten erfolgen, womit sich die unternehmerische Tätigkeit auch entwickeln konnte.

Diavortrag in Grimma mit Kitsche

Eine Auswahl von Dokumentationsfotos dieser Reisen sind nunmehr in der Gabelsberger Straße 13 zu sehen. Mehr noch: Am Montag, 12. November, kommt Heinz Kitsche extra aus Dresden, um mit einem Lichtbildervortrag via Beamer über seine Erlebnisse in Tansania zu berichten. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und ist für interessierte Besucher kostenfrei.

Von Thomas Kube

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