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Grimma Erdmann: Bauarbeiten auf B107 in Grimma sind November abgeschlossen
Region Grimma Erdmann: Bauarbeiten auf B107 in Grimma sind November abgeschlossen
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00:21 22.09.2017
Drei bis sechs Bauarbeiter setzt die Firma Erdmann Bau in der Wurzener Straße in Grimma ein. Täglich wird von 7 bis 16 Uhr gearbeitet. In dem Teilstück der B 107 werden Kanäle und Trinkwasserleitungen gewechselt. Zeit ist bis 8. November. Quelle: Frank Prenzel
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Grimma

Während die Grimmaer über die Umleitung stöhnen und der Gewerbeverein sogar mit großformatigen Plakaten an der Bundesstraße darauf aufmerksam macht, dass die Innenstadt-Läden trotz Baustelle gut erreichbar sind, dröhnen in der Wurzener Straße die Baumaschinen. „Die Baustelle läuft völlig problemlos, wir liegen im Zeitplan“, betont Frieder Erdmann, Chef und Inhaber der beauftragten Erdmann Bau GmbH mit Sitz in Mügeln. Seit dem 28. August wechseln seine Männer in einem Teilstück der wichtigen Verkehrsader Kanäle und Trinkwasserleitungen aus. Erdmann jedenfalls ärgert sich maßlos über Behauptungen unbeteiligter Beobachter, auf der Baustelle würden keine oder wenige Arbeiter gesichtet.

Seinen Worten nach ist alles im grünen Bereich. Es gab Erdmann zufolge auch keine Anlaufprobleme, das Material lag – rechtzeitig bestellt – zum Baustart vor. Drei bis sechs Leute der Firma seien täglich in einer Schicht vor Ort und würden von 7 bis 16 Uhr arbeiten. Sogar zwei Sonnabende – am 9. und am 16. September – wurden von 7 bis 14 Uhr neue Kanäle ins Erdreich gelassen. Das sei aber keinem Bauverzug geschuldet. „Wir arbeiten ein bis zwei Sonnabende im Monat, um Schlechtwetterphasen im Winter auszugleichen“, erklärt der Firmenchef. Die Erdmann Bau habe in der Wurzener Straße (B 107) eine vertragliche Bauzeit bis zum 8. November, „und den Termin halten wir“, bekräftigt er.

Am heutigen Mittwoch soll der Kanalbau beendet werden. In den reichlich drei Wochen haben die Männer auf 100 Meter Kunststoffrohre mit einem Innendurchmesser von 60 Zentimeter verlegt (600er Rohre). Auf 50 Meter kamen 500er und auf 20 Meter 300er Rohre in den Straßenkörper. Zeitgleich wurden in dem Teilstück die Trinkwasserleitungen ausgetauscht. Zwar sei am Hopfenberg der Baugrund schlechter, „aber auch das haben wir bewältigt“, sagt der Firmenchef. Jetzt folgt der zweite Bauabschnitt, bei dem auf einer Länge von 150 Meter die Leitungen fürs Trinkwasser erneuert werden. Zum Finale sind die Trinkwasseradern dann am Knoten B 107/Wiesenstraße zu wechseln.

„Die mehr als 50 Jahre alten Kanäle waren unterdimensioniert und in einem schlechten Zustand“, erklärt Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain, warum die 475 000 Euro umfassende Investition im unteren Teil der Wurzener Straße nötig ist. Hier laufe das Wasser zusammen, bei Starkregen seien die Kanäle überlastet gewesen. Mit der größeren Nennweite soll das der Vergangenheit angehören und das Schmutz- und Regenwasser im Mischkanal über Oberwerder problemlos zum Klärwerk gelangen. Die Abwasserleitungen oberhalb der Baustelle seien zwar auch nicht mehr im Top-Zustand, würden aber ihre Arbeit noch verrichten, sagt Kunath. Er ist übrigens voll des Lobes über das Mügelner Bauunternehmen. „Das ist eine der besten Firmen die wir haben, sie arbeitet äußerst sauber und zuverlässig.“

Auch Anwohner Günter Langer beobachtet täglich den Baufortschritt. „Wie die arbeiten, das ist wunderbar“, gibt er zu verstehen und meint: Die Grimmaer sollten froh sein, dass sie keine kilometerlange Umleitung fahren müssen. Auch Erdmann findet, dass der Umweg in Grimma kein Problem darstellt. Sowohl über die Beiersdorfer als auch über die Leipziger Straße kommt der Verkehr ins Zentrum.

Von Frank Prenzel

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