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Grimma Erdmannshainer Exoten im Frühlingsrausch
Region Grimma Erdmannshainer Exoten im Frühlingsrausch
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05:00 19.02.2010
Gesprächspartner: Roland Buchheim mit einem seiner Rosa-Kakadus. Quelle: Andreas Röse
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Erdmannshain

Eingeweihte aber wissen damit umzugehen: Hier, wo Ziergeflügelzüchter Roland Buchheim wohnt, sind auch rund 30 gefiederte Exoten zu Hause – Panama-Amazonen, Rosa-Kakadus, Neuguinea-Papageien. Die bunten, geschwätzigen Vögel kann man auch bei Minustemperaturen in der Freiland-Voliere vernehmen. Sie plappern munter drauf los.

Buchheim, der seit über 25 Jahren Vögel züchtet, ist um seine gefiederten Lieblinge auch bei Frost nicht bange. „Die können gut mit Temperaturen sogar unter minus zwölf Grad im Freien leben“, betont der Experte. Manchmal muss er das auch Passanten plausibel machen, die ihn der Tierquälerei bezichtigen.

Buchheim weiß, dass selbst strenge Winter für die hier lebenden Exoten nichts Überraschendes sind. „Unsere Tiere stammen ursprünglich zwar aus wärmeren Breiten, aber sie sind durch Generationen zuvor schon an das mitteleuropäische Klima angepasst“, sagt er und fügt hinzu: „Mir ist in all den Jahren noch nicht einmal passiert, dass ein Ziervogel den Kältetod erleiden musste.“ Gefährlicher sei dagegen schon ein heißer Sommer. Im vergangenen Jahr erst hat Buchheim eine Panama-Amazone verloren, der Temperaturen über 30 Grad im Hochsommer zum Verhängnis geworden waren. Tödlich sei mitunter auch die Ehe, meint Buchheim unter Hinweis darauf, dass in seiner Voliere auch schon eine Vogel-Frau ihren „Gatten“ zu Tode gehackt habe. Der diesjährige Winter wecke dagegen unerwartete Kräfte. „Die Vögel verspüren trotz Frost offensichtlich schon jetzt Frühlingsgefühle“, meint er. Entgegen bisherigen Erfahrungen würden die Rosa-Kakadus bereits in Brutstimmung sein. Normalerweise könne man damit erst im April rechnen. Buchheim hat auch für dieses Phänomen eine Erklärung: das Futter. Hirse und Hanf, vorgekeimt, würden stimulierend wirken und Lust machen, sagt er. Das freilich lässt die Vogelrufe aus dem Hintergrund in ganz neuem Licht erscheinen: „Knallkopp. Komm mal her! Lecker, lecker!“

Andreas Läbe

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