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Erfahrungen zahlen sich in Trebsen aus

Erfahrungen zahlen sich in Trebsen aus

Trebsen. Was kaum einer für möglich gehalten hatte, ließ Mutter Natur heute vor genau einem Jahr wieder zu. Wie schon im Jahr 2002 trat die Mulde erneut über ihre Ufer, so dass auch in Trebsen gut ein Dutzend Grundstücke samt Wohnhäusern überschwemmt werden konnten.

Zwölf Monate später scheint die Sonne, und an die sogenannte Jahrhundertflut nach nur elf Jahren erinnert nur noch wenig.

Bei Steffi und Gerhard Rosenberger in der Straße Am Blankgarten ist es ein Schild am Hauseingang mit der zweiten Hochwassermarke vom 3. Juni 2013, die nur 68 Zentimeter unter der gleichen Tafel vom 13. August 2002 zu sehen und bei 1,94 Meter angebracht ist. Und auf 80 Zentimetern Höhe verweist ein profaner Bleistiftstrich auf den Pegel von 1954. "Ja, uns hat es erneut getroffen. Aber dieses Mal war vieles ganz anders", erzählt Gerhard Rosenberger. "Natürlich haben wir wieder Hilfe und Unterstützung bekommen, aber lange nicht so wie 2002. Es gab die 400 Euro Soforthilfe. Doch mit Spenden sah es mau aus. Zum Glück hatten wir nach der Flut 2002 eine noch bezahlbare Versicherung bekommen, die den Schaden von etwa 45 000 Euro getragen hat. Zum Vergleich: 2002 hatten wir einen nicht versicherten Schaden von 105 000 Euro, der jedoch über die Sächsische Aufbaubank ausgeglichen worden ist." Allerdings sind die Rosenbergers aus dem Schaden zumindest etwas klug geworden. "Nach 2002 haben wir bautechnisch einiges anders und damit besser gemacht. Zwar mussten wir trocknen wie die Weltmeister, aber alles ist viel schneller fertig gewesen." Bis auf Kleinigkeiten sei heute der Zustand wieder beim Alten.

So auch bei Ingrid Schwabe im "Stelzenhaus" an der Ecke Brückenstraße/Pauschwitzer Straße. "Das ist ja auch ein Hochwasserersatzneubau, in dem alles so vorgesehen ist, dass jederzeit ein Hochwasser kommen kann. Danach nehmen wir den Hochdruckreiniger und weiter geht's", sagt Ingrid Schwabe, als wäre es das Normalste der Welt. "Aber selbst wenn die Technik flutsicher verbaut ist und wir oben wohnen, sammelt sich unten einiges an, was natürlich hoch geräumt werden muss. Wir waren also bestens gewappnet, obwohl das Wasser auch bei 1,50 Metern im Haus stand und damit nur 70 Zentimeter tiefer gegenüber 2002."

Ebenso wie Familie Rosenberger ist Familie Schwabe der Ansicht, dass sich bei einer nächsten Jahrhundertflut solche Überschwemmungen vermeiden lassen würden. "Es geht ja nicht nur um uns, da könnten auch andere Familien geschützt werden, wenn man den Damm zwischen Muldebrücke und Schloss befestigt und erhöht", ist sich Gerhard Rosenberger sicher. Ein Vorschlag, den man zwar ins Rathaus getragen habe, der jedoch aus Kostengründen verworfen worden sei. Was aber vom amtierenden Bürgermeister Peter Emmrich entschieden dementiert wird. "Richtig ist, dass es dazu Überlegungen gibt, die aber durchdacht sein müssen. Hier ist noch lange nichts entschieden. Wie auch noch offen ist, was mit dem noch offenen Damm im Park gemacht wird - Stichwort Entwidmung", sagt er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2014
Schmidt, Frank

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